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Schäferstraße

Jugendforum: Audioguide

Auf den Punkt gebracht Ι Uff de Punkt gebrung

Standort Schäferstraße: Am Bunkereingang

Hallo und herzlich willkommen!

Bei jeder Station des Rundgangs  „Auf den Punkt gebracht“ hörst Du Menschen aus Pirmasens, die hier leben oder arbeiten. Sie möchten Dich auf einen besonderen Punkt im Stadtgebiet hinweisen.  Am Ende erklären sie Dir noch ein Wort in Pirmasenser Mundart. Sei neugierig auf das, was sie Dir zu erzählen haben. Der Rundgang „Auf den Punkt gebracht“ hat noch 15 weitere Stationen.

Wir sehen hier, mitten in der Stadt, ein Stück Natur. Felsen, die einige Millionen Jahre alt sind. Sie sind aus dem typischen Buntsandstein der Region und überall im Pfälzerwald zu finden. Ihre rote Farbe erhalten sie durch das eingelagerte Eisenoxid. Die Felswand hat unterschiedlich harte Schichten, die manchmal mehr oder weniger von Wind und Regen ausgewaschen sind. Schaust du genauer auf die Wand, dann entdeckst du einen zugemauerten Eingang. Dahinter liegt ein Bunker. Im Zweiten Weltkrieg fanden die Menschen darin Schutz vor dem Bombenhagel.

Willst du von hier unten auf den Felsen gehen, dann brauchst du eine Treppe. Und weil es noch mehr Felsen und daher Treppen im Stadtgebiet gibt, wird Pirmasens auch die Stadt der Treppen genannt.

Eine davon ist die Felsentreppe. Sie verbindet die Schäferstraße mit der höher gelegenen Bahnhofstraße. Als die erste Treppe 1908 gebaut wurde  standen vor den Felsen Häuser. Nach dem Krieg riss man sie ab und eine Treppe aus grauem Beton ersetzte die alte. 2019 hatte die chilenische Künstlerin Isidora  Paz López eine tolle Idee. Sie rief befreundete Künstler in aller Welt auf, ihr Bilder von Vögeln aus kleinen Mosaiksteinen zu schicken. In über 10.000 Arbeitsstunden fügte sie die Teile zusammen, plante Übergänge und Muster. So entstand in Pirmasens das größte Mosaik in Rheinland-Pfalz.
Pirmasenser Mundart "Uff Basse"

Diese Wortfolge ist leicht zu übersetzen: Auf passen! Die Pirmasenser gebrauchen sie im Zusammenhang mit „Hast Du schon wieder nicht daran gedacht also - uff basse“ – dabei zieht der Sprecher beide Worte lang. Weitere Verwendung findet der Ausspruch, wenn es darum geht, dass etwas behauptet wird, was nicht stimmt und der Gesprächspartner ist damit nicht einverstanden. Dann ist es eher eine Mahnung und die Stimme geht am Ende nach oben, ähnlich wie die hochgezogenen Augenbraun, um das Gesagte noch zu unterstreichen „Uff basse“.

Der Bärmesener Dialekt wird an allen Stationen gelesen von Denise Wilzius.