Aktuelles Gedenken

Jahrestag der Deportation von über 6500 Juden aus der Pfalz, Baden und dem Saarland in das französische Internierungslager Camp de Gurs

Deportation Pirmasenser Jüdinnen und Juden  

Am 22. Oktober jährt sich die Deportation süddeutscher Juden zum 80. Mal. Über 6.500 Juden aus der Pfalz, Baden und dem Saarland wurden am 22. und 23. Oktober 1940 nach Frankreich, in das Internierungslager Gurs deportiert. Aus der Pfalz waren mehr als 800 Menschen für die Deportation vorgesehen. Auch Pirmasenser Jüdinnen und Juden, die in Pirmasens geboren waren und/oder hier wohnten, waren unter den Deportierten.

Nach den gemeinsamen Recherchen des Arbeitskreises „Geschichte der Juden in Pirmasens“ und dem Pirmasenser Stadtarchiv wurden insgesamt 47 Pirmasenser Jüdinnen und Juden nach Gurs deportiert, die im Folgenden namentlich aufgeführt sind. Nur wenige überlebten die Internierung, viele starben entweder vor Ort oder kamen von Gurs aus in weitere Internierungs- und Vernichtungslager.

Wer selbst etwas über das Schicksal der Personen weiß oder noch Erinnerungen an die Personen hat, möchte sich mit dem Stadtarchiv in Verbindung setzen.

  • Liste der nach Gurs deportierten Pirmasenser Jüdinnen und Juden

    In Gurs verstorben:

    1. ALEXANDER, Bertha, geb. Schwarz, Ehefrau von Moritz Moses Alexander, wohnhaft in Pirmasens, Landauer Straße 29, geboren am 26.1.1859 in Billigheim. Verstorben am 13. November 1940 in Gurs.
    2. ALEXANDER, Moritz Moses, geboren am 24. November 1855 in Landau a. d. Isar, wohnhaft in Pirmasens, Landauer Straße 29. Verstorben am 25. November 1940 im Internierungslager Gurs.
      3.     AUGUST, Emma, geboren am 17. Juli 1885 in Illingen, wohnhaft in Pirmasens, Bahnhofstraße 10. Verstorben am 04. Januar 1941 im Internierungslager Gurs.
      4.     BAER, Helene, geb. Weiß, geboren am 23.07.1856  in Essingen bei Landau, wohnhaft in Pirmasens, Bitscher Straße 22 [KKA], gestorben am 11.11.1940 in Gurs.
      5.     BLUM, Emilie, geb. Blum, geboren am 24. April 1866 in Bergzabern, wohnhaft in Pirmasens, Holzweberstraße 11 (heutige Turnstraße). Verstorben am 28. November 1940 im Internierungslager Gurs.
      6.     DREIFUS(S), Johanna, geb. Simon, geboren am 31. März 1859 in Merschweiler/Saarbrücken,  Elsaß-Lothringen, wohnhaft in Pirmasens, Kirchbergstraße 9. Verstorben am 13. Mai 1941 im Internierungslager Gurs.
      7.     DREXLER, Robert, geboren am 06. April 1860 in Pirmasens, wohnhaft Turnstraße 14. Verstorben am 1. Dezember 1940 im Internierungslager Gurs.
      8.     KAHN, Joseph Julius, geboren am 26. Juni 1862 in Thaleischweiler, wohnte in Pirmasens, deportiert von Mannheim. Gestorben am 1.12.1940 in Gurs
      9.     METZGER, Henriette, geboren am 29. Oktober 1857 in Böchingen, wohnhaft in Pirmasens, Volksgartenstraße 7. Verstorben am 08. November 1941 im Internierungslager Gurs.
      10.  SCHEUER, Emil, geboren am 22. Juni 1881 in Kreuznach, wohnhaft in Pirmasens, Dankelsbachstraße 5. Verstorben am 10. Februar 1942 im Internierungslager Gurs.

    Aus Gurs deportiert in weitere Internierungslager und/oder Vernichtungslager:

    1.   BASNIZKI Margarethe (Grete), geborene Simon, geboren am 30. September 1898 in Pirmasens, wohnhaft Schloßstraße 53. Ab 24. August 1942 erfasst im Vernichtungslager Ausschwitz, für tot erklärt
      2.     BASNIZKI, Siegfried Dr., geboren am 25. Januar 1889 in Langenbrücken, wohnhaft in Pirmasens, Schloßstraße 53. Ab 26. August 1942 erfasst im Vernichtungslager Ausschwitz, für tot erklärt.
      3.     BEIERSDORF, Bertha Beiersdorf, geborene Frank, geboren am 8. Juni 1879 in Glan-Münchweiler, wohnhaft in Pirmasens, Exerzierplatzstraße 13. Verstorben am 19. Mai 1942 im Internierungslager Récébédou (Portet sur Garonne). Bertha Beiersdorf hatte ein Kind namens Luise, deren Schicksal ungeklärt ist. Sie war mit dem Pirmasenser Schuhfabrikanten Albert Beiersdorf verheiratet, der 1936 verstarb.
      4.     BLUM, Klara Hilda Auguste Blum, geborene Rauner, Schwester von Hedwig und Bertha Rauner, geboren am 12. Februar 1899 in Pirmasens, wohnhaft Hauptstraße 32. Dort befand sich die Konfektionsartikelhandlung ihrer Eltern. Ab 10. August 1942 erfasst im Vernichtungslager Auschwitz und im gleichen Jahr dort ermordet.
      5.     DANNHEISER, Emilie (Milly), geboren am 14. Februar 1891 in Pirmasens, Elternhaus in der  Bahnhofstraße 33. Ab 14. August 1942 erfasst im Vernichtungslager Auschwitz, am 27. August 1942 dort ermordet.
      6.     FEY, Friederike Meta, Schwester von Fey Elisabeth, geboren am 07. Februar 1900 in Pirmasens, wohnhaft Zweibrücker Straße 40. Ab 16. September 1942 erfasst im Vernichtungslager Auschwitz, für tot erklärt.
      7.     JACOB/JAKOB Hedwig, geboren am 26.Januar 1895 in Pirmasens (*), wohnhaft Steilgasse 2. Ab 4. September 1942 erfasst im Vernichtungslager Auschwitz, für tot erklärt. (*) In allen vorhandenen Quellen wird Pirmasens als Geburtsort angegeben, unter dem Datum ist allerdings keine Geburtsurkunde in Pirmasens verzeichnet.
      8.     JOSEPH, Regina, geb. Kahn, geboren am 30.Oktober 1887 in Thaleischweiler, wohnhaft Turnstraße 5, deportiert nach Auschwitz am 4. September 1942, für tot erklärt.
      9.     KAHN, Susanne, geb. Neumann, geboren am 8. September 1865 in Teschenmoschel, ermordet 28.12.1942 in Nexon. Susanne Kahn wurde mit ihrer Tochter Emilie, s. u. Trautmann, Emilie, nach Gurs deportiert.
      10.  KATZ Herbert, geboren am 16. Mai 1909 in Rodalben, wohnhaft in Pirmasens, Charlottenstraße 10. Ab 17. August 1942 erfasst im Vernichtungslager Auschwitz, dort ermordet am 11. Oktober 1942.
      11.  KERN, Isidor, geboren am 11.6.1884 in Rodalben, wohnhaft in Pirmasens, Blümelstalstraße 37 und Zweibrücker Straße 9 (Adressbuch 1936). Ermordet 1943 im Vernichtungslager Majdanek.
      12.  KOBLENZER, Irma, geb. Wolfsheimer, geboren am 16. Juni 1893 in Pirmasens, Wohnadresse noch nicht ermittelt. Ab 10. August 1942 erfasst im Vernichtungslager Auschwitz, für tot erklärt.
      13.  KOBLENZER, Arthur Dr., Ehemann von Irma Koblenzer, geboren am 11.November 1874 in Merseburg. Ab 10. August 1942 erfasst im Vernichtungslager Auschwitz, verschollen.
      14.  KOHLMANN, Bernhard, geboren am 11.03.1884 in Kirchheim a. Eck, wohnhaft in Pirmasens, Teichstraße 16 und Schwanenstraße 7, deportiert 17. August 1942 Auschwitz, verschollen.
      15.  KOHLMANN, Elsa, geb. Günzburger, Ehefrau von Bernhard Kohlmann, 21.10 (11.?) 1889 in Emmendingen, wohnhaft in Pirmasens, Teichstraße 16 und Schwanenstraße 7, deportiert 17. August 1942 Auschwitz, für tot erklärt.
      16.  KOHLMANN, Herbert, Sohn von Elsa und Bernhard Kohlmann, geboren am 18. Mai 1927 in Pirmasens, Schwanenstraße 7. Deportiert 24.03.1942 ins Ghetto Izbica, weiteres Schicksal unbekannt.
      17.  KOHLMANN, Werner, Sohn von Elsa und Bernhard Kohlmann, geboren am 12. Juni 1925 in Pirmasens, bei Geburt Zeppelinstraße 2. Deportiert 24.03.1942 ins Ghetto Izbica, weiteres Schicksal unbekannt.
      18.  LEVY, Bertha, geborene Rauner, Schwester von Klara und Hedwig Rauner, geboren am 03. März 1888 in Pirmasens, wohnhaft Hauptstraße 32. Ab 10. August 1942 erfasst im Vernichtungslager Auschwitz, für tot erklärt.
      19.  LEVY (Markus) Max, geboren am 24. März 1863 in Höheinöd, wohnhaft in Pirmasens, Winzlerstraße 6. Verstorben am 01. Februar 1942 im Internierungslager Récébédou (Portet sur Garonne).
      20.  MAYER Robert, geboren am 15. Dezember 1885 in Pirmasens, wohnhaft Charlottenstraße 10. Am 17. August 1942 im Vernichtungslager Auschwitz ermordet.
      21.  MOSES Hedwig, geboren am 11. Juli 1906 in Saalstadt, wohnhaft in Pirmasens, Alleestraße 16 als Hausmädchen bei Familie Beiersdorf. Ab 12. August 1942 erfasst im Vernichtungslager Auschwitz, weiteres Schicksal unbekannt.
      22.  NEU Hedwig, geb. Rauner, geboren am 06. Dezember 1884 in Pirmasens, Wohnadresse noch nicht ermittelt. Ab 12. August 1942 erfasst im Vernichtungslager Auschwitz, am 31. August 1942 dort ermordet.
      23.  ROELEN, Salomon, geboren am 12. Februar 1878 in Düsseldorf, wohnhaft in Pirmasens, Bismarckstraße 11. Ab 12. August 1942 erfasst im Vernichtungslager Auschwitz, weiteres Schicksal unbekannt.
      24.  SAMUEL Amalia, geboren am 22. Januar 1906 in Erlenbach, wohnhaft in Pirmasens. Teichstraße 16. Deportiert 1942 ins Ghetto Izbica, weiteres Schicksal unbekannt.
      25.  SCHOHL, Otto, geboren am 30. September 1874 in Pirmasens, wohnhaft Landauerstraße 30. Verstorben am 24. Juni 1941 im Internierungslager Noé.
      26.  SIMON, Eugen, geboren am 02. April 1889 in Bobenheim a. Berg, wohnhaft in Pirmasens, Bahnhofstraße 20. Ab 10. August 1942 erfasst im Vernichtungslager Auschwitz, weiteres Schicksal unbekannt.
      27.  STERN, Thekla, geb. Dreifuss, geboren am 26. November 1897 in Pirmasens, Wohnadresse noch nicht ermittelt. Ermordet 1944 im Vernichtungslager Auschwitz.
      28.  TRAUTMANN, Emilie, Tochter von Susanne Kahn, geboren am 11. Juni 1896 in Thaleischweiler, wohnhaft in Pirmasens Schloßstraße 23 (Eltern), deportiert am 26. August 1942 nach Auschwitz, für tot erklärt. Emilie Trautmann kam mit ihrer Mutter Susanne Kahn und ihrer Tochter Hannelore nach Gurs. Ihre Tochter konnte den Holocaust überleben.
      29.  WEIL Eugenie (a), geborene Mayer, geboren am 17. Mai 1888 in Ludwigshafen, wohnhaft in Pirmasens, Schloßstraße 27. Ab 11. September 1942 erfasst im Vernichtungslager Auschwitz, weiteres Schicksal unbekannt.

    Überlebende:

    1. DOSENHEIMER, Anna, geb. Weil, geboren am 12. April 1869 in Pirmasens, deportiert 22.10.1940 von Heidelberg nach Gurs, verstorben 1958 in New York.
      2.     FEY, Elisabeth, Schwester von Friederika Meta Fey, geboren am 03.Dezember 1902 in Pirmasens, wohnhaft in Pirmasens, Zweibrücker Straße 47 (Eltern), deportiert 22.10.1940 von Heidelberg, emigriert 13.6.1941 New York.
      3.     HIRSCH, Karoline (Lina), geboren am 11.01.1877 in Pirmasens. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Tabakhändler Leopold Hirsch, deportiert von Karlsruhe. Emigration 1942 nach den USA. Die Eheleute bestiegen am 26.12.1942 das Schiff „Serpa Pinto“ und kamen am 20.2.1942 in New York an.
      4.     KAHN, Ernestine (Erna) geb. Kahn, geboren am 30.05.1900 in Pirmasens, Tochter von Julius Kahn. Deportiert mit Ihrer Tochter Anneliese (*19.12.1928 Kaiserslautern) nach Gurs. Emigration nach den USA. Erna Kahn heiratete in den USA N. Shankman, ihre Tochter heiratete später N. Blumenthal.
      5.     LANG, David, geboren am 15.9.1881 Ernsbach, Krs. Öhringen, Ehemann von Mina Lang,  geb. Israel. Wohnhaft in Pirmasens in der Zweibrücker Straße 30a, zuletzt Ludwigshafen. Emigrierte 1941 in die USA und starb 1957 Louisville, Kentucky.
      6.     LANG, Mina, geb. Israel, Ehefrau von David Lang. Wohnhaft in Pirmasens in der Zweibrücker Straße 30a, zuletzt Ludwigshafen. Emigrierte 1941 in die USA und starb 1967 Louisville, Kentucky.
      7.     WOLFF, Luise Susanna, geb. Blum, geboren am 29.4.1888 in Pirmasens. Tochter von Albert und Emilie Blum, Ehefrau von Michael Maximilian Wolff. Beantragte am 19.2.1941 die Entlassung wegen geplanter Emigration in die USA, verstarb am 30.8.1968 in Long Island.
      8.     WOLFF, Michael Maximilian, geboren am 13.11.1878 in Edenkoben, Ehemann von Luise Wolff. Beantragte am 19.2.1941 die Entlassung wegen geplanter Emigration in die USA, verstarb in New York/Queens.

Als Quellen für die Recherche dienten neben den Beständen des Stadtarchivs das Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933–1945 des Bundesarchivs sowie die Ausarbeitung Pfälzer Juden und ihre Deportation nach Gurs von Roland Paul, herausgegeben vom Bezirksverband Pfalz, Institut für pfälzische Geschichte.

Im Rahmen des Gedenkprojekts wird bereits einigen der Deportierten, Gestorbenen und Ermordeten im Stadtbild von Pirmasens gedacht.

Workshops im Pirmasenser Stadtarchiv

Workshop zum Thema Gurs

Anlässlich des Jahrerstages der Deportation veranstaltete das Stadtarchiv Workshops mit dem Schwerpunkt Gurs. Workshops waren im März mit der Matzenbergschule und im August und September mit dem Immanuel-Kant-Gymnasium. An jeweils zwei Tagen kamen die Schulkassen ins Neue Rathaus. Jeweils am ersten Tag stand eine Einführung in das Thema Gurs auf dem Programm. Anhand von Quellen erarbeiteten die Schüler den Ablauf der Deportation nach Gurs bis zu den Lagerbedingungen, die in einzelnen Szenen dargestellt wurden.

Eine besondere Einheit für die Schüler der Förderschule Matzenberg lag in der Lektüre von Briefen aus dem Lager. Die Schüler verfassten eigenständige Briefe, die den Alltag des Lagers, aber auch die Hoffnung auf ein Wiedersehen zum Thema hatten. Neben der allgemeinen Thematik der Deportation standen auch die Pirmasenser Schicksale im Vordergrund. Maßgeblich war der Nachvollzug, wie es ist, ausgegrenzt zu werden oder von heute auf morgen verschickt zu werden. Dabei spielten auch haptische Elemente eine Rolle, wie zum Beispiel Kaffeeersatz zu schmecken, oder wie es ist, auf einer schmalen und harten Pritsche zu liegen, wozu Palletten dienten, auf die sich die Schüler legten.

Workshop mit Schülern des Immanuel-Kant-Gymnasiums im Pirmasenser Stadtarchiv, Aug/Sept 2020

Von den rund 30 Schülern des Immanuel-Kant-Gymnasium wurde das Schicksal von Emma August recherchiert, die in der Bahnhofstraße 10 in Pirmasens wohnte. Sie war eine Dienstmagd, die ursprünglich aus Illingen stammte, wo auch ihre Familie wohnte. Nach ihrer Deportation am 20. Oktober 1940 verstarb sie bereits im Januar 1941 im Alter von nur 55 Jahren in Camp de Gurs. Die Recherchen ergaben, dass auch einer ihrer Brüder zu Tode kam. Er wurde im Euthanasieprogramm der Nazis ebenfalls 1941 in der Tötungsanstalt Hadamar ermordet. Ebenfalls recherchiert wurde das Schicksal der Geschwister Rauner, deren Eltern in der Hauptstraße von Pirmasens eine Konfektionsartikelhandlung betrieben. Alle drei Töchter Bertha, Hedwig und Klara Hilde Auguste wurden nach Gurs deportiert und später im Vernichtungslager Auschwitz ermordet.


5
true
Projektarbeit
Das Stadtarchiv bietet als federführendes Amt im Pirmasenser Gedenkprojekt themenbezogene Workshops für Schulklassen an.
Mehr
5
true
Rundgang am Stelendenkmal
Der Rundgang am Stelendenkmal führt über 8 Stationen und beinhaltet sowohl das Schicksal der jüdischen Familien als auch die besondere Themantik der jeweiligen Standorte.
Mehr
5
true
Dezentrale Gedenkorte
Neben der zentralen Gedenkstätte am Bahnhofsvorplatz konnten inzwischen 40 Gedenktafeln verwirklicht werden.
Mehr
5
true
Opfer des Nationalsozialismus
Liste der Pirmasenser Opfer des Nationalsozialismus
Pirmasenser Gedenkprojekt
Stadtarchiv, Exerzierplatzstraße 17
Zi. 1.08 o. 1.12
66953 Pirmasens

Aktuelles/Termine

Bitte beachten Sie: Aufgrund der derzeitigen Situation sind die nachfolgenden Veranstaltungen abgesagt.

Am 6. November 2020 finden in Pirmasens weitere Tafelenthüllungen statt. Geplant ist eine Tafelanbringung in der Bahnhofstraße 10 sowie eine Sachtafel zum Thema Gurs am Alten Rathaus in der Fußgängerzone. Die Veranstaltung findet gemeinsam mit Schülern statt, die in Workshops das Schicksal der Pirmasenser Gurs-Opfer erarbeitet haben. Wer an der Veranstaltung teilnehmen möchte, wird gebeten, sich unter den Telefonnummern 06331-84-2299 o. 84-2832 anzumelden. Von allen Teilnehmern müssen zum Nachvollzog bei einer eventuellen Infektion die Daten erfasst werden. Diese werden nach vier Wochen wieder gelöscht.

Ebenfalls am 6. November 2020 findet ein Vortrag von Roland Paul unter dem Titel "Pfälzer Juden und ihre Deportation nach Gurs im Jahr 1940" in der Festhalle in Pirmasens statt. Beginn ist um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist dringend erforderlich unter den Telefonnummern 06331-84-2299 o. 84-2832. Von allen Teilnehmern müssen zum Nachvollzog bei einer eventuellen Infektion die Daten erfasst werden. Diese werden nach vier Wochen wieder gelöscht.


Buchempfehlung:
Juden in Pirmasens - Spuren ihrer Geschichte

Buch Juden in Pirmasens

2. bearbeitete und korrigierte Auflage 2017. Hrsg. Stadtverwaltung Pirmasens. Zusammengestellt von Dunja Maurer, Bernhard Kukatzki, Heike Wittmer und dem Arbeitskreis Jüdische Geschichte in Pirmasens

Erstmals ist es gelungen, eine umfassendere Darstellung des Wirkens der Pirmasenser Juden vorzulegen. Beginnend mit der Landgrafenzeit wird dem Leben vieler alteingesessener Familien nachgespürt. Anhand von Geschichten über Menschen und Begebenheiten wird so die Geschichte der jüdischen Bürger lebendig. Ob es um Synagoge und Schule, einen Europameister im Ringen, FKP-Fans oder den Metzger um die Ecke geht, das Alltagsleben wird mit Originalzitaten belegt und macht so die Geschichte des jüdischen Pirmasens in wissenschaftlich fundierter, gut lesbarer Art greifbar.  

Zu den Autoren des Buches gehören: Ernst Becker, Frank Eschrich, Gerhard Heil, Bernhard Kukatzki, Dunja Maurer, Roland Paul, Ottmar Weber und Heike Wittmer.

Erhältlich ist das Buch zum Preis von 26,90 €

  • in der Thalia Buchhandlung, Pirmasens,
    Hauptstraße 8
  • im Forum Alte Post, Pirmasens
    Poststraße 2, Di.-So. 10:00 -17:00 Uhr
  • im Stadtmuseum Altes Rathaus, Pirmasens Hauptstraße 26, Di.-So. 14:00-17:00 Uhr
  • im Stadtarchiv Pirmasens, Neues Rathaus, Exerzierplatzstraße 17

Sie können "Juden in Pirmasens - Spuren ihrer Geschichte" auch direkt bestellen unter:

Stadtarchiv Pirmasens
Exerzierplatzstraße 17
z.H. Hrn. Norman Salzmann
66953 Pirmasens

Seitennavigation