Zentrale Gedenkstätte am Bahnhofsvorplatz nach dem Entwurf des Künstlers Clas Steinmann, 2014 

Aktuelles Gedenken

Aktuelles Gedenken

Tafeleinweihung und Vortrag zu den Deportationen in das Internierungslager Gurs am 5. März 2022 ab 17:00 Uhr

Im Rahmen des Pirmasenser Gedenkprojekts für die Opfer des Nationalsozialismus möchte die Stadtverwaltung Pirmasens einladen, am Samstag, den 5. März 2022, um 17:00 Uhr eine Sachtafel am Alten Rathaus in Pirmasens, Hauptstraße 26 (Fußgängerzone), einzuweihen.

Die Sachtafel, die im Eingangsbereich angebracht werden soll, erinnert zukünftig an zentraler Stelle an die Deportationen nach Gurs, von denen auch Pirmasenser Jüdinnen und Juden betroffen waren. Die Tafel wird gemeinsam mit Schülern und Oberbürgermeister Markus Zwick angebracht.  

In mehreren Workshops hatten die Pirmasenser Schüler/innen einige der Pirmasenser Schicksale recherchiert, die derzeit im regionalen Teil der Ausstellung "Gurs 1940" gezeigt werden.

Im Anschluss findet um 18:00 Uhr ein Vortrag von Roland Paul statt. Roland Paul ist der ehemalige Direktor des Instituts für Pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern und leitet heute am Institut die Arbeitsstelle „Geschichte der Juden in der Pfalz“. Roland Paul berichtet über die Verschleppung, die katastrophalen Zustände in Gurs und das Schicksal der Inhaftierten, von denen die meisten später in Vernichtungslager kamen und ermordet wurden. Der Vortrag dauert ca. 90 Minuten und ist kostenfrei.

Beim Vortrag und der Tafeleinweihung gilt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung (OP-Maske oder FFP2 Maske) sowie der Nachweis über den Impf- oder Genesenen-Status.

Zur besseren Koordinierung wird um Anmeldung für die Veranstaltungen gebeten.

Anmeldungen und weitere Informationen unter Tel.: 06331-2299 oder 84-2832


Workshops im Pirmasenser Stadtarchiv

Frau riecht an einer Tasse 
Workshop zum Thema Gurs

Anlässlich des 80. Jahrerstages der Deportationen nach Gurs veranstaltete das Stadtarchiv Workshops mit dem Schwerpunkt Gurs. Workshops waren im März mit der Matzenbergschule und im August und September mit dem Immanuel-Kant-Gymnasium. An jeweils zwei Tagen kamen die Schulkassen ins Neue Rathaus. Jeweils am ersten Tag stand eine Einführung in das Thema Gurs auf dem Programm. Anhand von Quellen erarbeiteten die Schüler den Ablauf der Deportation nach Gurs bis zu den Lagerbedingungen, die in einzelnen Szenen dargestellt wurden.

Eine besondere Einheit für die Schüler der Förderschule Matzenberg lag in der Lektüre von Briefen aus dem Lager. Die Schüler verfassten eigenständige Briefe, die den Alltag des Lagers, aber auch die Hoffnung auf ein Wiedersehen zum Thema hatten. Neben der allgemeinen Thematik der Deportation standen auch die Pirmasenser Schicksale im Vordergrund. Maßgeblich war der Nachvollzug, wie es ist, ausgegrenzt zu werden oder von heute auf morgen verschickt zu werden. Dabei spielten auch haptische Elemente eine Rolle, wie zum Beispiel Kaffeeersatz zu schmecken, oder wie es ist, auf einer schmalen und harten Pritsche zu liegen, wozu Palletten dienten, auf die sich die Schüler legten.

Workshop mit Schülern des Immanuel-Kant-Gymnasiums im Pirmasenser Stadtarchiv, Aug/Sept 2020

Von den rund 30 Schülern des Immanuel-Kant-Gymnasium wurde das Schicksal von Emma August recherchiert, die in der Bahnhofstraße 10 in Pirmasens wohnte. Sie war eine Dienstmagd, die ursprünglich aus Illingen stammte, wo auch ihre Familie wohnte. Nach ihrer Deportation am 20. Oktober 1940 verstarb sie bereits im Januar 1941 im Alter von nur 55 Jahren in Camp de Gurs. Die Recherchen ergaben, dass auch einer ihrer Brüder zu Tode kam. Er wurde im Euthanasieprogramm der Nazis ebenfalls 1941 in der Tötungsanstalt Hadamar ermordet. Ebenfalls recherchiert wurde das Schicksal der Geschwister Rauner, deren Eltern in der Hauptstraße von Pirmasens eine Konfektionsartikelhandlung betrieben. Alle drei Töchter Bertha, Hedwig und Klara Hilde Auguste wurden nach Gurs deportiert und später im Vernichtungslager Auschwitz ermordet.


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Projektarbeit

Das Stadtarchiv bietet als federführendes Amt im Pirmasenser Gedenkprojekt themenbezogene Workshops für Schulklassen an.

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Zentrale Gedenkstätte am Bahnhofsvorplatz nach dem Entwurf des Künstlers Clas Steinmann, 2014 

Rundgang am Stelendenkmal

Der Rundgang am Stelendenkmal führt über 10 Stationen und beinhaltet sowohl das Schicksal der jüdischen Familien als auch die besondere Themantik der jeweiligen Standorte.

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Gruppenfoto an der Burgstraße 10 

Dezentrale Gedenkorte

Neben der zentralen Gedenkstätte am Bahnhofsvorplatz konnten inzwischen 40 Gedenktafeln verwirklicht werden.

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Opfer des Nationalsozialismus

Liste der Pirmasenser Opfer des Nationalsozialismus

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Pirmasenser Gedenkprojekt

Stadtarchiv, Exerzierplatzstraße 17

Zi. 1.08 o. 1.12

66953 Pirmasens

+49 06331 842223

+49 06331 842299

Aktuelles/Termine

25. Februar 2022 bis 3. April 2022
Neue Sonderausstellung im Alten Rathaus: "Gurs 1940"

5. März 2022 um 17:00 Uhr
Tafeleinweihung am Alten Rathaus

5. März 2022 um 18:00 Uhr
Vortrag von Roland Paul im Stadtmuseum Altes Rathaus. Anmeldungen unter: 06331-84-2299


Buchempfehlung:

Juden in Pirmasens - Spuren ihrer Geschichte

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2. bearbeitete und korrigierte Auflage 2017. Hrsg. Stadtverwaltung Pirmasens. Zusammengestellt von Dunja Maurer, Bernhard Kukatzki, Heike Wittmer und dem Arbeitskreis Jüdische Geschichte in Pirmasens

Erstmals ist es gelungen, eine umfassendere Darstellung des Wirkens der Pirmasenser Juden vorzulegen. Beginnend mit der Landgrafenzeit wird dem Leben vieler alteingesessener Familien nachgespürt. Anhand von Geschichten über Menschen und Begebenheiten wird so die Geschichte der jüdischen Bürger lebendig. Ob es um Synagoge und Schule, einen Europameister im Ringen, FKP-Fans oder den Metzger um die Ecke geht, das Alltagsleben wird mit Originalzitaten belegt und macht so die Geschichte des jüdischen Pirmasens in wissenschaftlich fundierter, gut lesbarer Art greifbar.  

Zu den Autoren des Buches gehören: Ernst Becker, Frank Eschrich, Gerhard Heil, Bernhard Kukatzki, Dunja Maurer, Roland Paul, Ottmar Weber und Heike Wittmer.

Erhältlich ist das Buch zum Preis von 26,90 €

  • in der Thalia Buchhandlung, Pirmasens,
    Hauptstraße 8
  • im Forum Alte Post, Pirmasens
    Poststraße 2, Di.-So. 10:00 -17:00 Uhr
  • im Stadtmuseum Altes Rathaus, Pirmasens Hauptstraße 26, Di.-So. 14:00-17:00 Uhr
  • im Stadtarchiv Pirmasens, Neues Rathaus, Exerzierplatzstraße 17

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Stadtarchiv Pirmasens

Exerzierplatzstraße 17

z.H. Hrn. Norman Salzmann

66953 Pirmasens

+49 6331 84-2832

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