Eingang Stadtbücherei
Geschichte der Stadtbücherei

Gegründet wurde die heutige Stadtbücherei im Jahre 1901 durch den Lehrer Ludwig Schwinn als „Volksbibliothek“ mit einem Anfangsbestand von 300 Bänden. Nach einem halben Jahr konnten schon über 1000 Bücher für mehr als 1200 Leser verzeichnet werden. 

Nach mehreren Standortwechseln wurde die Bücherei im Zweiten Weltkrieg durch Fliegerangriffe völlig zerstört und 1948 wiedereröffnet. 1949 umfasste die Bücherei bereits wieder 1700 Bände. 1953 wurde erstmals eine „Jugend-Freihandbücherei“, zunächst noch räumlich getrennt von der Bücherei, eingerichtet (die erste in Rheinland-Pfalz). Beide Abteilungen wurden in den Jahren 1957/58 im Messehochhaus in der Dankelsbachstraße - dem heutigen Domizil - zusammengeführt. 

Ab 1951 unter der Leitung von Gertrud Schwehm und ab 1969 von Ernst Teubner wuchs die Stadtbücherei zu einem kulturellen Mittelpunkt der Stadt Pirmasens heran. Unter der Federführung von Ernst Teubner wurde die Hugo-Ball-Sammlung aufgebaut und seit 1977 der Hugo-Ball-Almanach herausgegeben. 

Kontinuierlicher Bestandsaufbau, inhaltliche Erschließung der Medien, Auskunfts- und Beratungsdienst, Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene, Ausstellungen, Teilnahme am nationalen Leihverkehr und die Einführung neuer Medien führten bis 1988 zu einem ständigen Anstieg der Ausleihzahlen. 

1996 wurde ein Computer-Netzwerk installiert und mit der elektronischen Erfassung der Medien begonnen. Im Januar 2001 erfolgte die Umstellung der konventionellen Verbuchung auf EDV, im Mai 2001 wurden zwei Internetplätze für Leser eingerichtet. 

Nach und nach wurde in der Erwachsenen- und Kinder- und Jugendbücherei sowie der Zweigstelle Kirchberg das alte Regalsystem ausgetauscht. Das Interieur zeigt sich nun in einem moderneren Outfit, neue Besucherstühle und Kinderhocker wurden angeschafft und viel Farbe in die Kinderabteilung gebracht. 

Seit Oktober 2010 bietet die Stadtbücherei als eine der ersten Bibliotheken in Rheinland-Pfalz die Ausleihe von digitalen Medien – die sogenannte „Onleihe“ – an: www.onleihe-rlp.de .

Seit Mai 2011 können die Kunden der Stadtbücherei über den neuen Internetkatalog Web-OPAC im Bestand der Stadtbücherei recherchieren, Einsicht in ihr eigenes Leserkonto nehmen, dort ihre Medien verlängern sowie entliehene Medien vorbestellen. 

In 2015 wurden der Benutzungsflyer der Stadtbücherei in den Sprachen Englisch, Arabisch, Russisch und Türkisch erstellt.

2019 wurde die Satzung der Stadtbücherei auf den neuesten Stand gebracht und vom Stadtrat verabschiedet.

Seit März 2020 bietet die Stadtbücherei die beiden Streaming-Dienste Filmfriend - zum Streamen von Filmen - und Freegal - zum Streamen von Musik - an. Beide Angebote sind in der Jahresgebühr von € 15 inkludiert.

Im Juli 2020 wurde ein Medien-Abhol-und-Bring-Service ins Leben angerufen. Ehrenamtliche bringen einmal pro Woche die gewünschten Medien zu Menschen, die nicht mehr selbstständig in die Stadtbücherei kommen können.

Darüber hinaus verfügt die Stadtbücherei Pirmasens mit den Schulbüchereien Kirchberg, Ruhbank, Gersbach, Winzeln und Windsberg ein Netz von Zweigstellen, die hauptsächlich den Schülerinnen und Schülern der jeweiligen Schule zur Verfügung stehen. 

Heute umfasst die Stadtbücherei Pirmasens mit ihren Zweigstellen ca. 95.000 Medien und steht allen Interessierten zur Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie zur Freizeitgestaltung offen.

Stadtbücherei Primasens, Ansicht Fassade Robert Schelp Kreisel