Umweltschutz
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Saatgutautomat

Bienenfreunde aufgepasst!

Am 20. Mai ist WELTBIENENTAG...

...ein großer Tag für ein kleines Tier.

Allerdings ist dieses kleine Tier elementar für die Sicherung unserer Nahrungsgrundlagen und der weltweiten Arten-vielfalt. Von den ca. 20.000 Bienenarten die es auf unserem Planeten gibt, ist inzwischen mehr als die Hälfte stark gefährdet.

Die Generalversammlung der UN hat den 20. Mai als 'World Bee Day' ausgerufen,  um auf die Bedeutung der Bienen für unsere Ökosysteme, aber auch auf den weltweiten Rückgang der Bienenpopulation und damit auf die Notwendigkeit des Schutzes von Bienen hinzuweisen.


Auch Pirmasens engagiert sich für den Schutz der Bienen...

um die Aktion "Stadtgrün - naturnah" zu unterstützen hat der Jugendstadtrat der Stadt Pirmasens beschlossen, sich der Aktion "Bienenretter" anzuschließen.

Dabei handelt es sich um ein Bildungs- und Ökologieprojekt, das die Biene als "Botschafterin für eine nachhaltige Entwicklung" in den Mittelpunkt stellt. Entwickelt wurde das Projekt von 'fine' (Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung e. V.)

Unter dem Motto Flower-Power braucht das Land wird dazu aufgerufen, mehr Blütenvielfalt in die Städte  und Siedlungen zu bringen. Auch kleinste Flächen mit Wildblumen und -kräutern fördern Wildbienen in ansonsten stark versiegelten Städten.

Um dies den Pirmasenser*innen leichter zu machen und ihnen ein 'nostalgisches Erlebnis' zu ermöglichen wurde am Exe ein umgebauter Kaugummiautomat aus den 60er Jahren aufgestellt. Dieser enthält Kapseln mit Samen für eine bienenfreundliche Blumenwiese.

1. Kapsel ziehen

2. Samen aussähen

3. sehr wichtig: leere Kapsel in den Leergut-Sammelbehälter neben dem Automaten einwerfen!


Wissenswertes über das Leben der Bienen...


Kein Leben ohne Bienen...

Bienen sorgen für unsere Nahrung und für unsere Gesundheit. Ihre Bauwerke sind Vorbild in Technik und Informatik. Ihr Sozialverhalten ist erstaunlich ausdifferenziert.

Kaum ein Tier begleitet den Menschen schon so lange wie die Biene - schon vor etwa 7.000 Jahren begann die Haltung von Bienen - die Imkerei erlebte ihre erste Blüte im Alten Ägypten um 3.000 v. Chr.

Seit einigen Jahren sind Bienen gefährdet und mit ihnen die Chancen für eine nachhaltige Entwicklung. Die UN-Generalversammlung hat vor allem auf die akute Gefährdung der Honig- und Wildbienen bzw. deren Lebensraum hingeweisen. Die Insekten haben eine zentrale Bedeutung bei der Bestäubung von Nutzpflanzen und spielen daher weltweit auch für die Ernährung eine wichtige Rolle.  Langfristig kann der Schutz der Bienen dazu beitragen Armut und Hunger zu bekämpfen und eine gesunde Umwelt zu erhalten.  75 Prozent der globalen Nahrungsmittelpflanzen sind von der Bestäubung - vor allem durch Bienen - abhängig. Allein für medizinische Zwecke verwenden wir heute über 50.000 bienenbestäubte Pflanzenarten. Die Wabenbauweise der Bienen ist aus Flug- und Fahrzeugbau nicht mehr wegzudenken. Die hocheffiziente Sammelweise der Arbeiterinnen eines Bienenvolks ist beispielsweise Vorbild in Logistikprozessen, Computerprogrammen und sozialen Netzwerken.



Zum Weltbienentag: Bienenfreundliche Pflanzen für den Garten und Balkon

Nicht jeder kann zum Imker und Bienenzüchter werden, trotzdem lässt sich auch im kleinen Rahmen etwas zum Schutz der Bienen unternehmen. Sei es durch Verzicht von chemischen Pestiziden im eigenen Garten, einer naturnah gestalteten Blühwiese oder durch das Aufstellen eines Insektenhotels, mit dem Wildbienen und anderen nützlichen Insekten ein Quartier zum Nisten geboten wird.

Einen noch größeren Beitrag kann man durch die Auswahl der richtigen Blumen und Pflanzen leisten. So ist es für die Bienen ideal, wenn sie von Frühjahr bis Herbst blühende Pflanzen vorfinden. Denn gerade zu Beginn und zum Ende der Saison fehlt es – nicht nur für Bienen – häufig an Pollen- und Nektarpflanzen. 

Nicht alle Pflanzenarten sind geeignet ...

Pflanzen mit gefüllten Blüten (z. B. Dahlien, Rosen) aber auch beliebte Sommerblüher wie Geranien und Petunien eignen sich nicht für  Bienen. Sie sind aufgrund ihres geringen Pollen- und Nektargehalts für Honig- und Wildbienen nahezu nutzlos.

Wesentlich besser eigenen sich die folgenden Blumen...

  • lang blühende und mehrjährige Staudengewächse wie z.B. Buschmalve, Fetthenne, Roter Sonnenhut, Storchschnabel, Eisenkraut, Färberkamille, Lavendel, Lungenkraut, Indianernessel, Johanniskraut, Katzenminze, Flockenblume, Kugeldistel, Schafgarbe, Sonnenauge, Sonnenhut, Wicken und Wiesen-Storchschnabel u.a.m..
  • einjährige Sommerblumen wie z.B. Duftsteinrich, Fächerblume, Lavendel, Mehl-Salbei, Schneeflockenblume, Vanilleblume und Zinnie
  • in Balkonkästen bzw. Blumentöpfe kann man auch regionale Wildblumenmischungen aussäen (s. Oben)
  • auch Kräuter wie Borretsch, Schnittlauch, Melisse, Salbei, Ysop, Dost, Thymian, Berg-Bohnenkraut und andere sind nicht nur für unseren Speiseplan gesund und lecker, ihre Blüten sind gerade bei Bienen sehr beliebt
  • mehr 'Unordnung' in Gärten - wenn Löwenzahn, Distel, Klee, Blindnessel und Co. blühen dürfen und die Wiese ungemäht bleibt, finden Bienen, Hummeln und Schmetterlinge genügend Nahrung.