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Exerzierplatz

Jugendforum: Audioguide

Auf den Punkt gebracht Ι Uff de Punkt gebrung

Standort Exerzierplatz, Landgrafendenkmal

Hallo und herzlich willkommen!

Bei jeder Station des Rundgangs  „Auf den Punkt gebracht“ hörst Du Menschen aus Pirmasens, die hier leben oder arbeiten. Sie möchten Dich auf einen besonderen Punkt im Stadtgebiet hinweisen.  Am Ende erklären sie Dir noch ein Wort in Pirmasenser Mundart.

Sei neugierig auf das, was sie Dir zu erzählen haben. Der Rundgang „Auf den Punkt gebracht“ hat noch 15 weitere Stationen.

Am oberen Eingang zum Exerzierplatz steht die Bronzefigur von unserem Stadtgründer Landgraf Ludwig IX.  von Hessen-Darmstadt, der lächelnd auf seine Untertanen blickt. Er wurde am 15. Dezember 1719 in Darmstadt geboren. Mit zunehmendem Alter interessierte er sich immer mehr für das Militärleben. 1741 kam er mit einer Kompanie Grenadiere in das kleine Dorf am Horeb und macht aus diesem Ort eine prunkvolle Residenz. 1763 erhielt Pirmasens die Stadtrechte.

Auf dem Platz, der früher dreimal so groß war, exerzierten täglich die Grenadiere. Manchmal spielten die Musiker dazu. Der Landgraf liebte diese Marschmusik und hatte über 90.000 in seiner Sammlung zusammengetragen.

Nach dem Tod des Landgrafen wurde der Platz verändert. Es gab eine Parkanlage mit Brunnen und in der Mitte stand weiterhin das Schulhaus, welches heute Sitz des Oberbürgermeisters ist.

Im Dritten Reich war der Platz wieder Parade- und Aufmarschplatz. Nach dem Krieg wurde ein großer Parkplatz daraus, auf dem dreimal in der Woche Markttag war. In den 1990er Jahren entstand der Wunsch, den Platz von den Blechlawinen zu befreien. So entstand die Tiefgarage mit 600 Plätzen. Unser Exe, wie ihn die Pirmasenser liebevoll nennen, hat ein sternförmiges Muster aus Naturstein und bietet Platz für zahlreiche Veranstaltungen und Feste.

Mit der zentralen Brunnenanlage machte Paolo Portoghesi, der Architekt des Platzes, aus der funktionalen Lichtöffnung der Tiefgarage ein Schmuckstück mit Wasserspiel.

Von jeher gehörten die Kastanien zur Gestaltung des Platzes. Es existiert sogar ein Lied darüber. Im Refrain heißt es: „ Wo am Exerzierplatz stehn die Käschdebäm, do is meine Heimat, do bin ich dehäm.“
Pirmasenser Mundart: "Stratz"

„E gonzi Stratz“ meint nichts anderes als eine große Menge. Von was ist nicht definiert. Es können Menschen sein, es können Aufgaben sein, die es zu erledigen gilt. In den Augen des Ausrufers ist es immer unverhältnismäßig viel.

Der Bärmesener Dialekt wird an allen 16 Stationen gelesen von Denise Wilzius.