Felsentreppe

Slowtour

Slowtour - Entschleunigter Tourismus

Neues EU-Projekt für nachhaltigen Tourismus

Das EU-Projekt SLOWTOUR ist im Januar 2026 gestartet und bringt mehrere Städte und Organisationen aus Nordwesteuropa zusammen. Ziel ist es, Tourismus neu zu denken und gezielt für die Entwicklung von Städten mit industrieller Vergangenheit zu nutzen. Auch die Stadt Pirmasens beteiligt sich und bringt ihre Erfahrungen in der nachhaltigen Stadtentwicklung ein.

Industriekultur neu erleben
Im Mittelpunkt steht ein „entschleunigter Tourismus“. Statt kurzer Besuche sollen Gäste Städte bewusster erleben – zum Beispiel durch Spaziergänge, Fahrradrouten, Veranstaltungen oder neue Nutzungen alter Industrieflächen. Viele dieser Orte gelten bisher als ungenutzte „verborgene Schätze“, die künftig stärker ins Stadtleben eingebunden werden sollen.

Konkrete Maßnahmen und Ziele
Das Projekt läuft über dreieinhalb Jahre und wird durch ein EU-Programm gefördert. In mehreren Pilotprojekten in vier Ländern werden konkrete Ideen erprobt. Ziel ist es, Stadtteile aufzuwerten, die lokale Wirtschaft zu stärken und die Menschen vor Ort stärker einzubeziehen. Am Ende sollen praxistaugliche Leitfäden entstehen, die auch anderen Städten helfen – mindestens 20 weitere könnten davon profitieren.

Förderung
Das Projekt Slowtour wird gefördert durch

Logo Interreg North-West Europe 
  • Ausführliche Projektbeschreibung:

    Neues EU-Projekt SLOWTOUR belebt das industrielle Erbe Nordwesteuropas durch entschleunigten Tourismus

    Das Projekt SLOWTOUR, das offiziell im Januar 2026 gestartet ist, vereint ein starkes europäisches Konsortium, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Rolle des Tourismus für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Nordwesteuropa (NWE) neu zu definieren.

    Im Rahmen des Projekts bringt die Stadt Pirmasens ihre Expertise im Bereich nachhaltige Entwicklung im Bereich der Revitalisierung ihres industriellen Erbes mit ein.

    Gefördert durch das Interreg North-West Europe Programm läuft SLOWTOUR über einen Zeitraum von 3,5 Jahren. Ziel ist es, Städte mit industriellem Erbe dabei zu unterstützen, Tourismus neu zu denken – durch langsame, inklusive und ortsbezogene Ansätze, die die lokale Wirtschaft stärken, die Bürgerbeteiligung fördern und die Attraktivität dieser Städte insgesamt erhöhen.


    Was ist das SLOWTOUR-Projekt?

    SLOWTOUR adressiert zentrale Herausforderungen kleiner und mittlerer Städte in Nordwesteuropa, darunter sozioökonomischer Rückgang, ungenutzte industrielle Kulturerbestätten und eine geringe Einbindung in touristische Ströme.

    Trotz bestehender Bemühungen zur Umnutzung solcher Standorte haben viele Städte weiterhin Schwierigkeiten bei der Revitalisierung – insbesondere in benachteiligten oder sich entwickelnden Stadtteilen. Industrielle Relikte wie ehemalige Fabrikgebäude, Kanäle oder andere Anlagen bleiben oft als „verborgene Schätze“ ungenutzt, obwohl sie großes Potenzial für einen nachhaltigen Städtetourismus bieten.

    SLOWTOUR versteht entschleunigten Tourismus als Motor für Regeneration, soziale Teilhabe und wirtschaftliche Belebung. Ziel ist es, vernachlässigte Industrieareale in lebendige und inklusive Orte zu verwandeln, das lokale Zugehörigkeitsgefühl zu stärken, Besucher stärker einzubinden und neue wirtschaftliche Impulse in aufstrebenden Stadtteilen zu setzen.


    Wie wird SLOWTOUR Wirkung erzielen?

    Die territoriale Vielfalt der beteiligten Partner ermöglicht es, Modelle für entschleunigten Tourismus in unterschiedlichen sozioökonomischen und kulturellen Kontexten zu testen. So können gemeinsam übertragbare Lösungen entwickelt und eine belastbare Community of Practice in Nordwesteuropa aufgebaut werden.

    Die Partner werden ihre institutionellen Kompetenzen stärken und gemeinsam einen Slow Tourism Blueprint entwickeln – einen strategischen Rahmen für Bürgerbeteiligung, bewährte Verfahren und Handlungsempfehlungen.

    Sechs Pilotmaßnahmen in vier Ländern werden diesen Ansatz erproben, unter anderem durch:

    • erfahrungsbasierte Angebote rund um das industrielle Erbe
    • Spazier- und Fahrradrouten
    • kulinarische Veranstaltungen
    • temporäre oder dauerhafte Umnutzung öffentlicher Räume

    Diese gemeinschaftsorientierten Pilotprojekte münden in ein zentrales Ergebnis: das Slow Tourism Playbook – ein übertragbares Instrumentarium, das Städte und Regionen inspirieren soll.

    Die gewonnenen Erkenntnisse sollen mindestens 20 weiteren Städten helfen, inklusive Slow-Tourism-Angebote wirksam und nachhaltig umzusetzen.


    Wer steht hinter SLOWTOUR?

    • Stadt Roubaix (Frankreich)
    • IDETA (Belgien)
    • Stadt Roeselare (Belgien)
    • Galway City Council (Irland)
    • Atlantic Technological University (Irland)
    • Limerick City and County Council (Irland)
    • NECSTouR (Belgien)
    • Stadt Pirmasens (Deutschland)