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Altes Rathaus

Jugendforum: AudioGuide

Auf den Punkt gebracht Ι Uff de Punkt gebrung

Standort Altes Rathaus, Fußgängerzone

Hallo und herzlich willkommen!

Bei jeder Station des Rundgangs  „Auf den Punkt gebracht“ hörst Du Menschen aus Pirmasens, die hier leben oder arbeiten. Sie möchten Dich auf einen besonderen Punkt im Stadtgebiet hinweisen.  Am Ende erklären sie Dir noch ein Wort in Pirmasenser Mundart.

Sei neugierig auf das, was sie Dir zu erzählen haben. Der Rundgang „Auf den Punkt gebracht“ hat noch 15 weitere Stationen.

Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt und Hanau-Lichtenberg wurde am 15. Dezember 1719 geboren.

Als Ludwig das Land um Pirmasens von seinem Großvater erbte stand bereits am Platz des Schloss-Brunnens ein Jagdschloß. Alles war sehr bescheiden, bis der Landgraf beschloss hier eine Stadt nach seinen Vorstellungen aufzubauen und mit wenigen Grenadieren eine Garnison gründete.

Dem Schloss gegenüber entstand das Alte Rathaus. Heute beherbergt es das Stadtmuseum mit seiner Dauerausstellung „Wald, Schloß, Schuh – die Geschichte der Siebenhügelstadt“. Für die Pirmasenser Künstlerin Elisabeth Emmler gibt es daneben eine eigene Dauerausstellung mit ihren Scherenschnitten.

Auf dem Platz der heutigen Kirche ließ Ludwig eine Exerzierhalle bauen, die zweitgrößte Halle ohne tragende Säulen in Europa. Sie diente für 1500 Soldaten in der kalten Jahreszeit zum Exerzieren. All das, Schloss und Halle, verschwand nach seinem Tode 1790.

Der Obere und Untere Schloßplatz wurde in den folgenden Jahren bebaut. Mit der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg 1945 wurde die Innenstadt zu 90% zerstört und der Schlossplatz war wieder ein freier Platz zum Parken für Autos, die damals durch die Hauptstraße, der heutigen Fußgängerzone, fuhren.

1984 wurde die Fußgängerzone mit einem schönen Brunnen und einem einheitlichen Straßenpflaster eingeweiht. Der Stier, der auf dem Brunnen thront, wurde vom Neustadter Künstler Gernot Rumpf geschaffen.  Die Schwäne zieren das ehemalige Wappen der Grafschaft Hanau-Lichtenberg. Sie wurden später von der Stadt beim Künstler bestellt. Für die Gestaltung halfen seine Kinder und die Ehefrau Barbara mit. 
Pirmasenser Mundart: "Levite läse"

Dieser Ausspruch existiert nur in der Wendung, „jemandem die Leviten lesen“ und meint damit ernste Vorhaltungen machen. Hervorgegangen aus dem mittelalterlichen Brauch, den Geistlichen, darunter auch den Subdiakonen, den sogenannten Leviten, täglich aus der Bibel, besonders aus dem Priesterkodex des 3. Buch Moses, vorzulesen. Die Worte übersetzt man eigentlich als „Rügen oder Ermahnen“. Der Angesprochene hat die Anweisung nicht befolgt und bekommt dazu dann einiges zu hören. Es setzt also ein über- und untergeordnetes Verhältnis der Personen voraus.

Der Bärmesener Dialekt wird an allen 16 Stationen gelesen von Denise Wilzius.