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Wedebrunnen

Jugendforum: Audioguide

Auf den Punkt gebracht Ι Uff de Punkt gebrung

Standort am Wedebrunnen

Hallo und herzlich willkommen!

Bei jeder Station des Rundgangs  „Auf den Punkt gebracht“ hörst Du Menschen aus Pirmasens, die hier leben oder arbeiten. Sie möchten Dich auf einen besonderen Punkt im Stadtgebiet hinweisen.  Am Ende erklären sie Dir noch ein Wort in Pirmasenser Mundart.

Sei neugierig auf das, was sie Dir zu erzählen haben. Der Rundgang „Auf den Punkt gebracht“ hat noch 15 weitere Stationen.

„Am Wedebrunnen“ beginnt die Geschichte unserer Stadt.

Etwa um 740 n. Chr. errichtete der Wanderbischof Pirminius das Kloster Hornbach in der Nähe von Zweibrücken. Von dort sandte er seine Leute und Hirten hinaus, um das Land urbar zu machen und neue Dörfer zu gründen.

So kamen seine Schweinehirten auch in unsere Gegend, hier, „zum Wedebrunnen“. Dieser von Hügeln und Felsen geschützte und mit lebenswichtigen Wasser gespeiste Platz, war ideal zum Siedeln. Hirten und Vieh lebten hier vom Frühling bis zum Herbst.

Mit den Hirten kamen die Bauern und Handwerker. Im Bereich des Wedebrunnens entstand zunächst das Dorf Pirmasens mit kleinen Häusern und Gehöften. Die Gassennamen erinnern heute noch daran. Namen, wie Häfners-, Kümmel-, Gerber-, Brunnen-, Kaffee-, oder Pfarrgasse lassen das Arbeiten und Treiben im damaligen Dorf erahnen.

Heute als kleine Grünanlage angelegt, kann man vom Wedebrunnen mit seinen Plantanen direkt ins Strecktal laufen. Wasserspiele auf dem Weg zum Mitmachmuseum Dynamikum erinnern an den Wasserreichtum unserer Gegend.

„de Wedebrunne.“ oda „wie isses los gong in Bärmesens“ (Von Lothar Leiner)

Do unne im Tal, wo jezd die Bolizei schteht ...
des is faschd de tiefschde Punkt, wonn ma bei uns so dorch die Schtadt gehd.
Dort „Om Wedebrunne“ so hääsd bei uns „des Schtick“,
do hat´s ogfang mit unsre Schdadt un ihr´m Gschick.
A Wäd fas Vieh un a Brunne mit Wassa voll,
des had gelongd,- - -fas erschde e´mol.
Die Hirte vum Hornbacher Kloschda, die hon do geläbbd,
die hon do gschaffd, die hon do gebäd,
die hon sich Hidde gebaut, un fas Vieh die Ställ,
a klännes Kärchl wa a glei zur Stell.
So hads ogfang mit unsra Schtadt,
dere, wo de Bischof „Pirmin“ soi Nome gäb had.
„Pirminiseusna“, „Pirminiusland“,- des wa zu long,
viel kärdzer isses awa a ned gong.
„Pirmasens“ des klingd zu foi, --un fa unsa Gosche arisch schwer
do muss äfach a rischdischer Nome in unsre Schprach her.
„Bärmesens“ des bassd un herd sich a bessa o,
des iss kräfdisch un machd uns Schlabbeflicker froh.
Ja, des iss de Nome vun unsre Schdadt,
vun dere, – wo ihr Gschicht „om Wedebrunne“ ogfong had.
Pirmasenser Mundart: "Fixfeier"

Dieser Ausdruck ist vom Holland bis zum Saarland bekannt. Früher war eine Schachtel Fixfeier in jedem Haushalt vorhanden. Gemeint ist die Streichholzschachtel, die immer griffbereit war, um den Holzofen in der Küche schnell anzuzünden. Besonders die Jungen freuten sich, wenn sie eine Schachtel davon ergattern konnten, um in der nahen Umgebung damit zu zündeln.

Der Bärmesener Dialekt wird an allen 16 Stationen gelesen von Denise Wilzius.