Standort 




Gedenktafel: Synagogengasse 3




Quellenlage: Hist. Aufnahmen


In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Pirmasenser Synagoge* von der nationalsozialistischen SA („Sturmabteilung“) niedergebrannt. Löscharbeiten der Feuerwehr fanden nicht statt. Lediglich das Übergreifen der Flammen auf die umliegenden Gebäude wurde verhindert. Die Mauerreste der niedergebrannten Synagoge wurden vollständig abgebrochen und komplett entfernt. Nur Monate nach dem Brand erinnerte nichts mehr an den Standort der ehemaligen Synagoge. Ermittlungen gegen die Täter fanden nicht statt. Nach der Zerstörung ihrer Synagoge versuchten die jüdischen Gemeindemitglieder in Privatwohnungen ihren Gottesdienst aufrecht zu erhalten. An die Zerstörung der Synagoge erinnert seit 1979 eine Gedenktafel im Bereich der Zionskirche und die obige Sachtafel am ehemaligen Standort der Synagoge. 


* Das Wort Synagoge stammt ursprünglich aus dem Altgriechischen und bedeutet Versammlung. Im Judentum dienen Synagogen als Ort für gemeinsame Gebete, aber auch als Lehrhäuser für jüdische Gemeinden.


Weiterführend:


>> Frank Eschrich: Die Zerstörung der Pirmasenser Synagoge im Spiegel der Presse und Behörden


>> Frank Eschrich: Die Pirmasenser Synagogen zwischen 1767 und 1938


>> Projektarbeit des Immanuel-Kant-Gymnasiums: Die Geschichte der Synagogen in Pirmasens


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