Bienen auf Blume

Umweltschutz
im Alltag

Bunte Vielfalt statt Tristesse!

 

...keine Entwicklung im Sinne der Artenvielfalt

In den letzten Jahren hat sich leider ein neuer Trend etabliert: Beete mit Schotter- und Kiesabdeckung in privaten Vorgärten und auf öffentlichen Flächen - so genannte „Stein-Gärten“. Hierbei werden große Men­gen an Schotter und Kies in ehemals grüne Flächen geschüttet.

Pflanzen selbst kommen in diesen sogenannten „Stein-Gärten“ nur vereinzelt als Dekoration vor und sind dann meißt  nicht standortgerecht.

Dieser Trend hat zahlreiche negative Folgen:

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     Bienen und andere Insekten finden keine Nahrung mehr, dadurch wird die Bestäubung von Pflan­zen und Obstbäumen massiv eingeschränkt.

    Der Rückgang der Insekten  wirkt sich wiederum auf die heimische Vogelwelt aus, Insektenfressende Vögel sind in unseren Breiten jetzt schon deutlich reduziert.

   Hinzu kommen Negativauswirkungen auf das Kleinklima: die Flächen heizen sich im Sommer bei Sonneneinstrahlung extrem auf und geben nachts die gespeicherte Wärme an die Umgebung ab.

     Dies verschlechtert auch die Wachstums-bedingungen für die wenigen, meist nicht standortgerechten Pflanzen und fördert Schädlinge.

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    Abgesehen von den direkten Auswirkungen hier vor Ort ergibt sich eine negative CO²-Bilanz durch Abbau, Bearbeitung und Transport der Steine, die nicht selten mittels Kinderarbeit in Entwicklungsländern abgebaut werden.

    Durch das Fehlen einer Bepflanzung wird kein Sauerstoff produziert und kein Feinstaub gebunden.

    Auch auf solchen Flächen müssen Verschmutzungen und 'Unkraut' entfernt werden.

Ein bunter Garten dagegen bietet Vielfalt und Nutzen für Klima, Umwelt und Tiere

... und macht nicht grundsätz­lich mehr Arbeit als ein Steingarten!

In einem Garten sollten möglichst viele verschiedene Stauden, Sträucher, Bäume, Gemüse-, Obst- und Zier­pflanzen wachsen. Das schafft Sorten- und Artenvielfalt, sowie eine Vielzahl an Farben, Blüten und Düften - für den Menschen und die Insekten.

Sorgfältig geplant und angelegt, ist der Pflegeaufwand naturnah gestalteter Gärten vergleichsweise gering: verwendet man heimische und regionale Zier- und Nutz-Pflanzen, so ist ein Winterschutz ebenso überflüssig wie die ständige, aufwändige Pflege eines Zierrasens.

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Eine alte Gärtnerregel sagt, wo die Kulturpflanze wächst, kann kein „Unkraut“ gedeihen. Eine flächendeckende Bepflanzung mit verschiedensten Stauden schafft Vielfalt und bedeckt den Boden. Im Frühjahr ausgesäte Blühsaatmischungen bieten auch auf kleinsten Flächen Nahrung für Blütenbestäuber wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.

   Naturnahe Gärten leisten gerade in  Städten einen wertvollen Beitrag zum Schutz heimischer Pflanzen- und Tierarten.

Naturgärten setzen zudem auf Nachhaltigkeit: Der Einsatz von Torf, durch dessen Gewinnung jahrtausendealte Moorlandschaften zerstört werden, ist ebenso entbehrlich, wie der Einsatz teurer Mineraldünger. Auch auf chemische Pflanzenschutzmittel kann verzichtet werden – man kann auf biologisch verträglichere Alternativen zurückgreifen.

Herbstlaub und andere im Garten anfallende organische Reste sind kein Abfall: wo möglich, sollte das Laub unter Bäumen und Hecken liegenbleiben. Zahlreiche Insekten und Spinnen können darunter überwintern.

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Ein vorhandener Rasen wird durch Verzicht auf Düngung und weniger häufiges Mähen in wenigen Jahren zur Blumenwiese: Gänseblümchen, Schlüsselblumen, Klee und viele andere Arten werden sich mit der Zeit von selbst ansiedeln.

Für Flächen, die nicht viel begangen werden, gibt es spezielle Saatmischungen für 'Bienenweide' die die Artenvielfalt im Garten fördern.

Zudem lässt sich der natürliche Kreislauf durch Kompostierung schließen und wertvoller Humus zur Verwendung im Nutzgarten gewinnen. So sorgen Sie mit eigenem Kom­post für die Bodenbelebung und Pflanzenernährung.