Aufnahme Song für Pirmasens mit großem Publikum

Temporäres Denkmal erinnert an Opfer des Drogenkonsums

Der Gedenktag bietet für die Fachkräfte der kommunalen Jugend- und Drogenberatung in Pirmasens einen Anlass, um auf das erlittene Schicksal ihrer Klientel hinzuweisen und einen Beitrag dazu zu leisten, die Verstorbenen nicht zu vergessen. Hierzu gestaltet das Team um Bernd Kunz auf dem Wochenmarkt einen Informations- und Aktionsstand. Ab 8.30 Uhr haben Passanten und Wochenmarktbesucher auf dem Exe die Möglichkeit, kreativ zu werden. Auf dem Denkmal kann mit Namen, Symbolen oder Zeichen an die Verstorbenen erinnert werden.

 

Am Stand besteht auch die Gelegenheit, unter dem Motto „Verändern, um Leben zu retten“ gemeinsam zu überlegen, wie die Lebenssituation von Drogen konsumierenden Menschen verbessert werden könnte. Denn die Fachkräfte der Beratungsstelle mit Sitz im Familienzentrum „Aufwind“ in der Klosterstraße wollen sich mit der steigenden Zahl verstorbener Drogengebrauchender nicht abfinden.

 

„Die Zahl der sogenannten ‘Drogentoten‘ befand sich 2025 in Deutschland mit 2 150 Menschen fast auf dem historischen Höchststand aus dem Jahr 2023, als 2 227 Verstorbene zu vermelden waren. In der Öffentlichkeit ist dies wenig bekannt“, erläutert Bernd Kunz, Sachgebietsleiter der kommunalen Jugend- und Drogenberatung in Pirmasens.

 

Die Fachkräfte der Beratungsstelle helfen und begleiten Menschen, die Drogen konsumieren, wobei sie einen großen Wert auf den Erhalt und die Verbesserung der gesundheitlichen Situation legen. „An Sucht erkrankte Menschen versterben früher und oft auch einsam, so dass manche Todesumstände erschüttern“, berichtet der Sozialarbeiter aus eigener Erfahrung.