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Tag der Müllabfuhr am 17. Juni: Zeit für ein „Dankeschön“
Rufen wir uns ins Bewusstsein, wie wertvoll die Arbeit dieser Berufsgruppe für die Sauberkeit in der Stadt, die Mülltrennung, das Recycling oder, anders ausgedrückt, für eine lebenswerte Umwelt ist.
In Pirmasens wurde vor über 100 Jahren – genauer gesagt im Jahr 1909 – mit Gründung der „städtischen Müllabfuhranstalt“ der Grundstein für die kommunale Abfallentsorgung und Stadtreinigung gelegt. Zugegeben, damals hatten die Pferde-Gespanne noch wenige PS, die Müllmengen waren geringer, vieles wurde im heimischen Ofen verbrannt. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Entsorgung immer wieder modernisiert und verbessert. Sammlung der Abfälle getrennt nach Fraktionen, Arbeitsschutz für die Müllwerker, Geräte und Fahrzeuge auf dem neuesten Stand: All das sind wichtige Punkte in der modernen Abfallwirtschaft.
Aktuell leert der Wirtschafts- und Servicebetrieb der Stadt Pirmasens mehr als 12 500 Restmüllgefäße, über 13 200 Biotonnen und mehr als 13 500 Papierabfallgefäße. Insgesamt werden jährlich rund 6 200 Tonnen Restabfälle, etwa 4 000 Tonnen Bioabfälle und circa 2 500 Tonnen Papierabfälle eingesammelt. Dabei kommen vier moderne dreiachsige Müllwagen und ein Mikromüllwagen zum Einsatz.
Im Entsorgungsbetrieb arbeiten derzeit 19 Müllwerker. Ihre Arbeit ist körperlich fordernd, oft schmutzig, manchmal gefährlich – aber vor allem unverzichtbar. So manche Schwierigkeit ist bei dem anstrengenden Job zu bewältigen, seien es enge Straßen und Gassen, zugeparkte oder überfüllte Tonnen oder aber auch der Umgang mit gestressten Autofahrern. Nicht zu vergessen: Auch Ausdauer ist gefragt. Denn am Tag kommen gut und gerne 15 Kilometer Wegstrecke zu Fuß zusammen.
Über die Müllabfuhr hinaus komplettieren die Sperrmüllsammlung, der Wertstoffhof Ohmbach, die flächendeckend im Stadtgebiet verteilten Altglas- und Alttextilsammelbehälter und die im Auftrag der Stadt durchgeführte Schadstoffsammlung das Angebot.
Beim WSP sind im Büro der Abfallsparte vier Mitarbeiter für die Behälterverwaltung, das Beschwerdemanagement sowie die Organisation Abfallentsorgung und Koordination der Müllabfuhr tätig.
Bei der Müllabfuhr auf der Straße wie auch in der Verwaltung arbeiten die Teams mit Tatkraft, Engagement und Verantwortungsbewusstsein für ein sauberes Pirmasens. Gleichzeitig kümmern sie sich um die Fragen und Anregungen der Bürger. Im Gegenzug wünschen sich die Müllwerker, dass ihnen bei ihrer täglichen Arbeit die Bürger mehr Verständnis, Geduld und Rücksicht entgegenbringen – getreu dem altgedienten Motto „Die Sauberkeit der Siebenhügelstadt liegt in Ihrer Hand“. Dies vermeidet auf den Straßen brenzlige Situationen und Beinahe-Unfälle. Für den reibungslosen und schnellen Ablauf ist es zudem hilfreich, wenn am Leerungstag die Mülltonnen gut zugänglich sind und nicht zugeparkt werden. Dies ist nicht nur am „Tag der Müllabfuhr“ wünschenswert, sondern gilt natürlich auch an allen anderen Tagen, an denen die Müllmänner in der Siebenhügelstadt und ihren sieben Ortsbezirken unterwegs sind.
Auf einen Blick: Passend zum Tag der Müllabfuhr bittet der WSP die Bürger um Mithilfe und verrät Tipps und Tricks, die die Arbeit der Müllmänner erleichtern sollen.
- Tonnen sollten am Abholtag bis spätestens 6 Uhr zur Leerung bereitstehen; gut sichtbar am Rand des Bürgersteigs oder am äußersten Straßenrand.
- Der Griff sollte zur Straßenseite zeigen, damit kann der Müllwerker die Tonne leichter zum Fahrzeug rollen.
- Die Abfälle nicht in die Tonne pressen. Ist der Behälter zu klein, muss auf ein größeres oder zusätzliches Gefäß umgestellt werden. Auskunft dazu geben gerne die Mitarbeiterinnen des Abfalltelefons unter der Rufnummer 06331/240825.
- Der Deckel der Tonne muss geschlossen sein.
- Tonnen, die falsch gefüllt sind, werden nicht geleert. Wer sich unsicher bei der Mülltrennung ist, findet im Abfall-ABC auf der Homepage der Stadt Pirmasens die passenden Informationen.
- Müllfahrzeuge benötigen deutlich mehr Platz als Pkw. Dies gilt nicht nur auf geraden Strecken, sondern insbesondere in Kurven und Einmündungen. Durch parkende Autos kommt es häufig zu Engstellen, die für Fahrzeuge der Müllabfuhr schwer bis gar nicht passierbar sind. Oft ist es dann nur dem Können der Fahrer zu verdanken, dass die Mülltonnen überhaupt erreicht werden. Im schlechtesten Fall bleiben die Tonnen aber ungeleert stehen, was für alle Beteiligten ärgerlich ist. Die Müllwerker freuen sich, wenn Anwohner vorausschauend und mit ausreichend Platz für Müllfahrzeuge parken. Das kommt schließlich auch Feuerwehr und Rettungsdiensten zugute, die in zugeparkten Straßen Probleme haben.
- Zwischen den Behältern und der Straße sollten sich keine Hindernisse wie Bäume, Pfosten oder parkende Autos befinden. Bäume, Sträucher und Hecken sollten so zurückgeschnitten werden, dass die Sammelfahrzeuge problemlos Straßen und Wege befahren können. Bei Baustellen müssen Behälter außerhalb des gesperrten Bereichs für die Abfuhr bereitstehen. Außerdem gilt: Wendehämmer sollten an diesen Tagen frei sein.
- Auch wenn man es noch so eilig hat: Drängeln, Hupen oder sogar riskante Überholmanöver gefährden andere Verkehrsteilnehmer und die Müllwerker. Die WSP-Mitarbeiter bitten um gegenseitige Rücksichtnahme, dann klappt das Ganze dann auch gleich viel besser.
- Trotz aller Unterstützung kann es manchmal dazu kommen, dass eine Tour ausfällt oder abgebrochen und dementsprechend nachgefahren werden muss. Schließlich handelt es sich bei der Müllabfuhr ja auch nur um Menschen.
- Bei Verzögerungen oder einer vorübergehenden Nichtleerung sollten die Abfallbehälter zunächst weiterhin am Bereitstellungsort stehen bleiben. Sie werden in der Regel nachgefahren. In jedem Fall informiert der WSP seine Kunden über die städtische Homepage, via Pirmasens-APP oder im Online-Abfallkalender.
Stichwort: Am 17. Juni wird der internationale „Tag der Müllabfuhr“ oder auch „Global Garbage Man Day“ gefeiert. Ursprünglich wurde dieser kuriose Feiertag vom US-Amerikaner John D. Arwood im Jahr 2011 ins Leben gerufen. Er selbst war Müllwerker in zweiter Generation. Mit dem Gedenktag soll allen Angehörigen der Berufsgruppe Respekt gezollt werden, die ihren Dienst im Sinne der Allgemeinheit verrichten.


