Aufnahme Song für Pirmasens mit großem Publikum

Bündnis aus Pirmasens im Finale beim Deutschen Kita-Preis

Bundesfamilienministerin Prien: „Die diesjährige Auswahl der Finalisten macht deutlich, wie entscheidend die Qualität der frühkindlichen Bildung für die Zukunft unserer Kinder ist. Die engagierten Fachkräfte setzen sich jeden Tag dafür ein, Kindern den bestmöglichen Start in ihre Bildungsbiografie zu ermöglichen. Sie begleiten sie bei den kleinen und großen Herausforderungen des Aufwachsens – im täglichen Miteinander, bei der sprachlichen Entwicklung oder im Übergang von der Kita in die Schule. Der Wettbewerb zeigt: Qualitätsstandards sind eine wichtige Voraussetzung für eine gute frühkindliche Bildung – und das flächendeckend in ganz Deutschland. Deshalb wollen wir diese gemeinsam mit den Ländern gesetzlich absichern, um die Qualität in der frühkindlichen Bildung weiter zu stärken und nachhaltig zu sichern.“

Das macht das Bündnis so besonders 

Der Pakt für Pirmasens steht im Finale, weil die Verantwortlichen zeigen, wie sich Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen in einer von Kinder- und Jugendarmut betroffenen Stadt verbessern lassen. Die Stärke des Bündnisses liegt in der Mischung aus strategischer Stadtpolitik und alltagsnaher Hilfe: Bedarfe werden erkannt, Partner zusammengebracht und Lösungen schnell erarbeitet. Ein Beispiel dafür ist das Frühstücksangebot in den Kitas: Viele Kinder kamen in die Einrichtungen, ohne zuvor ausreichend gefrühstückt zu haben. Durch Kita, Eltern, Ehrenamtliche und Spenden wurde ein gesundes Frühstück für die Kitas in Pirmasens geschaffen. Neben Angeboten zur Ernährungsbildung wird so Kindern ein ausgewogenes Frühstück ermöglicht. 

Einblicke in die Arbeit des lokalen Bündnisses vor Ort 

Bevor die Entscheidung für die Preisträger fällt, geht der Auswahlprozess nun in die intensive Phase: Im Sommer besuchen zwei Fachleute das Bündnis vor Ort, um vertiefende Interviews und einen Workshop mit den Beteiligten durchzuführen. Die Ergebnisse halten sie in Berichten fest. Diese bilden die Grundlage für die Entscheidung der Fachjury, die im November die Preisträger auswählt. „Diese finale Auswahlphase ist für uns etwas ganz Besonderes. Aus Konzepten wird gelebte Praxis, aus Worten wird Haltung. Wir erleben, mit wie viel Professionalität, Engagement und Hingabe die Fachkräfte arbeiten und welche kreativen Ideen und Ansätze sie einbringen. Dabei wird deutlich, wie sie jeden Tag Räume schaffen, in denen Kinder sich bestmöglich entfalten und ihren Alltag mitgestalten“, betont Anne Rolvering, Geschäftsführerin der DKJS. 

Preisverleihung in Berlin 

Am 26. November werden die Preisträger bei einer feierlichen Verleihung in Berlin bekannt gegeben. Barbara Schöneberger führt durch das Programm. Neben den 160 Gästen vor Ort, zu denen auch fünf Vertretende vom Bündnisteam gehören, können alle live dabei sein, denn die Veranstaltung wird über die Webseite des Deutschen Kita-Preises übertragen. Auf der Preisverleihung werden jeweils drei Preisträger in den Kategorien „Kita des Jahres“ und „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ geehrt. Die Erstplatzierten erhalten 25.000 Euro, die Zweit- und Drittplatzierten 15.000 Euro und 10.000 Euro. Alle weiteren Finalisten erhalten einen Anerkennungspreis von 1.000 Euro. Insgesamt ist der Deutsche Kita-Preis mit 110.000 Euro dotiert. Darüber hinaus gibt es den Zusatzpreis „Attraktivität der Arbeit“, gefördert durch den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), im Wert von 4.000 Euro, sowie den ELTERN Sonderpreis, ein Publikumspreis mit Bücherpaketen für Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren. 

Eine Auflistung aller Finalisten sowie weitere Informationen zur Auszeichnung und zum Auswahlverfahren finden Interessierte unter www.deutscher-kita-preis.de.