Aufnahme Song für Pirmasens mit großem Publikum

Muttertag: Feuerwehr Pirmasens mehrfach im Einsatz

Um kurz nach 15 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem brennenden Pkw auf der B10 alarmiert. Schon bei der Anfahrt war eine große Rauchsäule im Bereich der Abfahrt Haseneck sichtbar. Vor Ort stand der Wagen im Vollbrand, das Feuer hatte sich in einem angrenzenden Waldstück bereits stark ausgebreitet. Die ersten Feuerwehrleute konnten die weitere Ausbreitung verlangsamen, bis weitere Kräfte eintrafen. Da das Waldstück abschüssig ist, wurden weitere Helfer angefordert. Diese konnten über den Sommerwald den Brand von oben bekämpfen und schließlich ablöschen. Durch den Brand des Fahrzeuges traten größere Mengen Öl und Dieselkraftstoff aus, die sich über den Bereich der Anschlussstelle verteilten, was eine intensive Reinigung durch eine Fachfirma erforderlich machte. Die Anschlussstelle war für circa zwei Stunden voll gesperrt. Im Einsatz waren 34 Kameraden unter der Leitung von Simon Tigges.

 

Eine lange Verschnaufpause gab es im Anschluss nicht: Das angekündigte Unwetter traf die Stadt Pirmasens stärker als erwartet. Ab 20 Uhr kam es zu 14 unwetterbedingten Einsätzen im Stadtgebiet. Die Feuerwehr Pirmasens war von kurz vor 20 bis etwa 23.30 Uhr mit 32 Wehrleute und sechs Fahrzeugen unterwegs, um die unterschiedlichen Schadensereignisse zu bewältigen. Dazu zählten unter anderem verschmutzte und überflutete Straßen sowie zahlreiche Wassereintritte in Gebäuden. Zum Teil konnte die Feuerwehr das Wasser mithilfe technischer Geräte entfernen, in einigen Fällen übernahmen dies auch die Eigentümer selbst.

 

Ein größerer Einsatz ereignete sich auf der L600 zwischen der Auffahrt Winzeln und der A8. Aufgrund von Verunreinigungen durch Steine und Sand auf der Fahrbahn musste die Straße durch den Landesbetrieb Mobilität (LBM) auf einer Länge von rund 500 Metern halbseitig gesperrt werden. Die Einsätze hat Brandoberinspektor Torsten Knecht geleitet.

 

Noch während der Rückfahrt in die Wache löste um 23.32 Uhr eine Brandmeldeanlage in einer Gewerbehalle in der Rheinstaße aus. Erste Floriansjünger waren nach circa zwei Minuten vor Ort und meldeten eine starke Rauchentwicklung aus dem Gebäudekomplex. Umgehend wurde das Alarmstichwort erhöht und weitere Kräfte zum Unglücksort entsendet. Aufgrund der vorherigen Einsätze waren innerhalb kürzester Zeit eine Vielzahl an Kameraden verfügbar. Der Brand in einem Serverraum konnte von den unter Atemschutz eingesetzten Feuerwehrleute schnell gelöscht werden. Allerdings war nahezu der gesamte Gebäudekomplex von circa 4 500 Quadratmeter Fläche verraucht, was umfangreiche Belüftungsmaßnahmen nach sich zog. Gegen 1.30 Uhr konnte die Gewerbehalle an den Betreiber übergeben werden. Vor Ort waren 48 Rettungskräfte mit neun Fahrzeugen. Die Einsatzleitung hatte Simon Tigges, der den ehrenamtlichen Kameraden für die Unterstützung in diesen arbeitsintensiven Stunden am Muttertag herzlich dankt.