Standort

 

     

Gedenktafel für die ehemalige Jüdische Volksschule am Nagelschmiedsberg

(Landgraf Ludwig Realschule Plus: Standort Nagelschmiedsberg)


Das Schulhaus am Nagelschmiedsberg, auch Luitpoldschule genannt, wurde in den Jahren 1895/96 unter Leitung von Stadtbaumeister Gottlob Erpelt durch die Stadt Pirmasens erbaut. Im Schulgebäude befanden sich 61 Schulsäle 1


Das bayerische Schulsystem sah vor allem im Bereich der Volksschule den konfessionell getrennten Unterricht vor. So existierten neben den katholischen und evangelischen/ protestantischen auch jüdische Volksschulen (Konfessionsschule).

 

In Pirmasens war die jüdische Volksschule seit ihrer Wiederrichtung 1860 an mehreren Standorten beheimatet: 

             1860 - ca. 1875/78 befand sich die jüdische Schule auf dem Synagogengelände in der Synagogengasse

             bis 1894 im Schulhaus auf dem Exerzierplatz - dort wurden in sechs Klassen 56 SchülerInnen unterrichtet

             1894 - vermutlich 1921 im Schulhaus am Matzenberg. Unklar ist aus der momentanen Quellenlage der genaue Zeitpunkt des Umzugs.

             1911/1921 (spätestes gesichertes Datum) - 1938 im Schulhaus am Nagelschmiedsberg.2


Folgende Zahlen an Schülerinnen und Schülern lassen sich belegen3:

Schuljahr 1922/23:          36

Schuljahr 1923/24:          37

Schuljahr 1924/25:          38

Schuljahr 1925/26:          27

Schuljahr 1926/27:          23

Schuljahr 1927/28:          25-30

Schuljahr 1932/1933:      42

Schuljahr 1938/39:          48 (24 Knaben, 18 Mädchen, unterrichtet im Saal 19 als Lerngruppe aus den Klassen 1-8 von Julius Lamm.  

   

>> weiterlesen

 

© Wolfdietrich Rasp, Arbeitskreis Geschichte der Juden in Pirmasens/Stadtarchiv Pirmasens


Abbildung oben: Ansicht Pirmasens mit Nagelschmiedsbergschule © Stadtarchiv

Quellen:

1  J.B. Lehnung: Geliebtes Pirmasens VI - 1890-1905, Pirmasens 1984, S. 138f.

2  Bernd Kukatzki: Art. Glücklich, wenn „ich den Stock ganz aus der Schule verbannen könnte“ - Jüdisches Schulwesen und Religionsunterricht 1770 - 1938 in: Stadt Pirmasens (Hg.): Juden in Pirmasens - Spuren ihrer Geschichte, Pirmasens 2004, S. 124-170, v.a. S. 164f.) 

3  Stadtarchiv PS, Akte A210.00


Druckansicht| Projektarbeit | Wegweiser für die Projektteilnahme | Startseite 

Weitersagen
Lesezeichen / Empfehlung