Aufnahme Song für Pirmasens mit großem Publikum

„Künstlerisches“ Eichenbäumchen mit neuem Zuhause im Strecktalpark

Nicht zuletzt angesichts der langen Hitze in diesem Sommer und zahlreicher Waldbrände in Deutschland und Europa ist das Thema Wasserknappheit im Wald greifbarer denn je. Daher hatten das Forstamt Westrich und Thomas Brenner als Initiator eine ganz besondere Idee entwickelt. Mit einem ungewöhnlichen Projekt wollten sie auf den Klimawandel und dessen Auswirkungen auf den Wald aufmerksam machen. Zugleich sollte aber auch die Selbstwirksamkeit jedes Einzelnen aufgezeigt werden.

 

Die Installation „Waldkubus“ auf dem Platz vor dem Forum Alte Post beinhaltete eine 2 x 2 x 3,5 Meter große Skulptur aus Baustahlmatten, die mit abgestorbenen Baumkronen gefüllt war. Direkt daneben wurde eine junge Eiche im Topf gestellt. Bis zum 16. August waren Passanten über eine Texttafel dazu aufgerufen, das Bäumchen zu gießen und es so gemeinsam durch die Hitzeperiode zu bringen. Der Wirtschafts- und Servicebetrieb und der städtische Bauhof haben hierzu einen vollen Wassertank und zwei Gießkannen neben der Eiche platziert.

 

„Wir freuen uns sehr über diese außergewöhnliche Kunstaktion, die über unser aller Empfinden in diesem heißen Sommer hinaus einmal mehr verdeutlicht, wie der Klimawandel Mensch und Natur gleichermaßen betrifft. Die Pirmasenser haben die einmalige Gelegenheit genutzt, das Eichenbäumchen fleißig zu gießen, so dass es jetzt als Dankeschön des Forstamts Westrich an alle Bürger an einem schönen Platz im Strecktalpark seine Wurzeln schlagen und zu einem großen, starken Baum wachsen kann, der Schatten spendet und für saubere Luft sorgt“, zeigt sich Michael Maas begeistert von der Aktion.

 

Hintergrund: Die junge Traubeneiche im Strecktalpark stammt vom Antonihof bei Trippstadt – in Anlehnung daran erhielt sie den Namen „Anthony“. Auf dem Antonihof ist das 2010 gegründete Forstliche Genressourcenzentrum Rheinland-Pfalz (FoGZ) angesiedelt, das das Bäumchen für die Kunstaktion gespendet hat. Das FoGZ konzentriert das Wissen um die vielfältigen Aufgaben zur Sicherung der forstlichen Genressourcen an einer Stelle und ist Teil der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) in Trippstadt.