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Hugo-Ball-Gymnasium: Modernisierung der Dächer vor Abschluss

Die Strategie zur energetischen Sanierung des Gymnasiums am Fahrschen Wald setzt sich aus einer Vielzahl an Einzelmaßnahmen zusammen, die in ein umfassendes Gesamtkonzept eingebettet sind. Voraussichtlich bis zum Jahresende werden nun die letzten Arbeiten abgeschlossen sein: die Sanierung der Fenster und der Flachdächer der Bauteile D und E. Die Planungen für beide Projekte lagen in Händen des städtischen Gebäudemanagements.

 

Die veralteten Fenster und die Eingangstür der Gebäudeteile entsprachen weder aktuellen energetischen Standards noch sicherheits- oder komfortbezogenen Anforderungen. Eine unzureichende Wärmedämmung führte zu hohen Energieverlusten und damit dauerhaft erhöhten Heizkosten. Auch die Lüftung und Nutzung der Gebäude wurde beeinträchtigt ebenso wie das äußere Erscheinungsbild.

 

Nach dem vorbereitenden Abbruch der Verschattungselemente im Herbst 2025 begann im Frühjahr 2026 der Einbau moderner Kunststofffenster. Hierfür wurden in mehreren einzelnen Bauabschnitten die Fenster im Verwaltungstrakt und dem gesamten Bauteil D getauscht. Die neuen Fenster bieten eine deutlich bessere Wärmedämmung, sorgen für Energieeinsparungen und erhöhen die Nutzungsqualität in erheblichem Maße. Die Eingangstüren wurden in diesem Frühjahr durch großzügige Aluminium-Elemente ersetzt, die heutige Anforderungen an Wärmeschutz, Sicherheit und moderne Gestaltung erfüllen. Derzeit stehen noch kleinere Restarbeiten an der Fassade aus.

 

Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 196 000 Euro. Mitfinanziert wird die Maßnahme über das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI), dem Förderprogramm für Kommunale Gebietskörperschaften in Rheinland-Pfalz. Beteiligt an den Arbeiten sind das Pirmasenser Entsorgungsunternehmen RiMaWa (Abbrucharbeiten), die Reco GmbH aus St. Wendel (Fensterbauarbeiten) und die in Landstuhl ansässige Epp GmbH Metallverarbeitung (Metallbauarbeiten).

 

Bis zum Jahresende wird auch die Sanierung der zusammen rund 1 200 Quadratmeter großen Dachflächen der Gebäudeteile D (Musiksäle) und E (Verwaltung) abgeschlossen sein. Dort besteht neben akuten Feuchtigkeitsschäden erheblicher energetischer Handlungsbedarf. Die kaum vorhandene Dämmung begünstigt massive Hitze im Sommer und einen rapiden Wärmeverlust im Winter. Eine nur innenliegend bestehende Entwässerung steigert außerdem die Gefahr von Wasserschäden.

 

Nach einem vollständigen Abbruch und fachgerechter Entsorgung entsteht seit den Sommerferien auf der bestehenden Betondecke ein neuer, moderner Dachaufbau. Dieser erhält eine hochwertige Abdichtung und eine Gefälledämmung. Dadurch ist künftig für optimalen Wärmeschutz und zuverlässigen Wasserabfluss gesorgt. Bereits vor den Sommerferien starteten die Arbeiten bei der Entwässerung: Das Entwässerungskonzept wird grundlegend verändert und durch eine außenliegende Rinnenentwässerung ersetzt. Ebenso werden nicht mehr benötigte Dunstrohre entfernt und die Dachöffnung geschlossen. Zum Abschluss der Sanierungsmaßnahme erfolgen ein Austausch der Lichtkuppeln und die komplette Erneuerung des äußeren Blitzschutzes.

 

Die Maßnahme mit Gesamtbaukosten von rund 750 000 Euro wird ohne Fördermittel aus Eigenmitteln finanziert. Die Erd- und Entwässerungsarbeiten liegen in den Händen von NL Tief- und Straßenbau (Schönau/Pfalz), das Gerüst stellt Gerüstbau Braunbach und Bernhardt aus Ramstein-Miesenbach. Die Rodalber Richard Becker KG ist für die Dacharbeiten verantwortlich.

Hintergrund: Im Hugo-Ball-Gymnasium werden rund 600 Mädchen und Jungen in den Klassenstufen 5 bis 13 von rund 60 Lehrkräften unterrichtet. Die Einrichtung am Fahrschen Wald ist seit 2016 Europaschule des Landes Rheinland-Pfalz und hat ihren traditionellen Schwerpunkt im Bereich Fremdsprachen (Englisch, Englisch bilingual, Französisch, Latein, Italienisch und Spanisch als reguläre Unterrichtsfächer). Für die hohe Qualität im Bereich Mathematik / Naturwissenschaften / Informatik wurde das Gymnasium als MINT-freundliche Schule und Medienscoutschule.rlp ausgezeichnet. Regelmäßige Veranstaltungen zur Demokratie- und Menschenrechtserziehung sind fester Bestandteil des schulischen Europaprofils.

 

Der Gebäudekomplex (Baujahr 1968) besteht aus zwei Riegeln mit vier bzw. fünf Etagen, auf denen sich insgesamt 50 Klassenräume verteilen. In zwei Verbindungsbauten mit einem bzw. zwei Geschossen sind die Kunst- und Fachsäle untergebracht. Hinzu kommen eine Turnhalle sowie ein zentrales WC-Gebäude. Bis zum Jahresende wird die Stadt Pirmasens rund 6,6 Millionen Euro in die Sanierung investiert haben, für die 2020 der Startschuss gefallen ist. In Zukunft steht die Modernisierung der Fachsäle und des Brandschutzes sowie die Erweiterung der Verwaltung auf der Agenda.