Aufnahme Song für Pirmasens mit großem Publikum

Fußverkehrs-Check: Experten stellen Abschlussbericht vor

Die Verwaltung möchte die Bedingungen für Fußgänger in der Siebenhügelstadt verbessern. Denn Kommunen, die sich zu Fuß erleben lassen, haben eine höhere Lebensqualität. Deshalb hat sich Pirmasens um eine Teilnahme am Fußverkehrs-Check beim rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium beworben – mit Erfolg. Nach einer Denkwerkstatt Ende Mai, bei dem Bürger und Interessenverbände ihre Ideen aktiv einbringen konnten, folgten im Juni und Juli zwei Begehungen. Bei den Sparziergängen mit unterschiedlichen Schwerpunkten standen Themen wie Barrierefreiheit, Ampelschaltungen, Wegeführung und die Beschaffenheit von Oberflächen auf dem Programm.

 

Begleitet wird das Projekt vom Planungsbüro Sweco GmbH. Die Fachleute haben im Anschluss an die Rundgänge über die stark frequentierten Routen einen Status-quo-Bericht samt Stärken-Schwächen-Analyse erarbeitet. Daraus abgeleitet wurden Handlungsempfehlungen und Entwicklungsschwerpunkte. Die Ergebnisse sollen bei einer Denkwerkstatt präsentiert und mit dem Plenum diskutiert werden. Abschließend erstellen die Experten eine Dokumentation, die konkrete Vorschläge zur Stärkung des Fußverkehrs in Pirmasens aufzeigt. Die Verbesserungsmaßnahmen sollen sukzessive umgesetzt werden.

 

Interessierte werden gebeten, sich bis spätestens Donnerstag, 20. August 2026, für die Denkwerkstatt anzumelden – entweder telefonisch im Geschäftszimmer der Stadtplanung unter der Rufnummer 06331/842425 oder per E-Mail unter stadtplanung@pirmasens.de .

 

Hintergrund: Pirmasens ist eine von zehn Kommunen in Rheinland-Pfalz, die vom Wirtschaftsministerium für die Teilnahme am Fußverkehrs-Check 2026 ausgewählt wurde. Das Motto in diesem Jahr lautet „Gut zu Fuß in meiner Stadt“. Ziel ist es, die Bedingungen für das Zufußgehen vor Ort systematisch zu analysieren und gemeinsam mit Bürgerschaft, Politik und Verwaltung konkrete Verbesserungen für sichere, attraktive und barrierearme Fußwege zu entwickeln.

Nach Angaben des Ministeriums sind die Fußverkehrs-Checks eine wichtige Maßnahme, um Innenstädte und Dorfzentren attraktiv zu gestalten. Dadurch soll die Aufenthaltsqualität gesteigert und die Zentren belebt werden. Davon würden letztendlich auch Handel, Gastronomie, Tourismus und Kultur profitieren.

Der Fußgängerverkehrs-Check ist ein partizipatives Verfahren: In einem Workshop am 27. Mai 2026 hat Bürgermeister Michael Maas zusammen mit Vertretern der Stadtplanung und Mitarbeitern des Planungsbüros Sweco das Projekt skizziert und die Pirmasenser eingeladen ihre Perspektiven und Ideen aktiv einzubringen – für mehr Sicherheit und Lebensqualität. Nach einer offenen Diskussion wurden die räumlichen Schwerpunkte festgezurrt, die Problemstellungen gebündelt und in zwei verschiedenen Routen unter die Lupe genommen. Am 22. Juni stand die stark frequentierte Achse zwischen Hauptbahnhof, Jugendherberge ins Dynamikum bzw. die Fußgängerzone auf dem Programm. Beleuchtet wurden u. a. Ampelschaltungen, Wegeführung, Topographie, Barrierefreiheit und die Beschaffenheit von Oberflächen. Der zweite Ortstermin am 9. Juli konzentrierte sich auf den Horeb, den Busbahnhof am Exerzierplatz sowie Schloß- und Alleestraße. Im Mittelpunkt standen die Themen sichere Schulwege und Elterntaxis.

An beiden Begehungen hatten jeweils rund 15 Personen teilgenommen, darunter interessierte Bürger, Mitglieder des Stadtrates, Jugend- und Seniorenbeirates, Behindertenbeauftragter sowie Vertreter von Verkehrswacht, Straßenverkehrsbehörde, Tiefbauamt und Stadtplanung.