Grafik mit bunten Händen von Jugendhilfeausschuss

Demokratie Leben!

"Zusammen stark gegen Gewalt"

Zusammen stark gegen Gewalt

"Zusammen stark gegen Gewalt"

Menschen mit Beeinträchtigung sind mehreren gefährdeten Gruppen zugerechnet, die von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bedroht sind. Sie sind einerseits Menschen mit Beeinträchtigung, andererseits kommen oft noch weitere Faktoren (bspw. Migrationshintergrund, dissoziale Verhältnisse, fehlende Bildung...) dazu. „Nein“ zu sagen und sich in bedrohlichen Situationen schützen zu können, ist nicht immer einfach.

Der Mensch mit Beeinträchtigung fühlt oft genau, wann seine Grenzen überschritten werden, traut sich aber häufig nicht etwas zu sagen oder sich zu wehren. Durch die Beeinträchtigung bedingt, wird den Betroffenen auch häufig nicht geglaubt. Nicht selten befinden sie sich in einem Abhängigkeitsverhältnis, sind auf Angehörige, Freunde oder Betreuer angewiesen. Sie sind sich ihrer Handlungsspielräume nicht bewusst.

Zu Beginn werden in Gesprächen die "Ist-Bedingungen" erfasst. Die Teilnehmenden sollen sich mitteilen, sowie ihre Erfahrungen hinsichtlich gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit erkennen und untereinander austauschen.

In verschiedenen Workshops werden dann folgende Themen bearbeitet:

-Gewalt verstehen, Gewaltarten kennenlernen: Es wird für die Teilnehmer erlebbar gemacht, dass Gewalt für jeden unterschiedlich sein kann, je nachdem, was die jeweilige Person erlebt hat. Sie sollen klar und deutlich sagen können, wenn man sie verletzt, damit der andere darauf Rücksicht nehmen kann. Kommunikation und Empathiefähigkeit werden hierdurch gefördert.

-Diskriminierung/Zivilcourage: Es werden Methoden zum Umgang mit Diskriminierung die eigene Person oder andere Personen betreffend vermittelt.

-Konflikte: Methoden zum Austausch und Umgang mit Stress, Entstehung und Umgang mit Konflikten, Möglichkeiten der gewaltfreien Konfliktlösung und Deeskalation/Intervention werden vermittelt.

Selbstbehauptung stärken oder Selbstverteidigung ermöglichen bietet den Teilnehmern eigene Grenzen besser zu erkennen und in bedrohlichen Situationen auf hilfreiche Strategien zurückzugreifen. Sie bekommen das Gefühl von Sicherheit und Zugehörigkeit. Selbstsicherheit, Empathie und Hilfsbereitschaft werden gefördert.