Aufnahme Song für Pirmasens mit großem Publikum

Wahrheit und Legende: VHS wirft Schlaglicht auf Jazz in den 1920ern

Jazz war eine junge Kunstform, die nach dem Ersten Weltkrieg von den USA nach Europa übersetzte, um sich in der alten Welt unter ganz unterschiedlichen Voraussetzungen durchzusetzen. Vieles, was man heute über den frühen Jazz zu wissen meint, beruht auf Legenden. Diese muten zum Teil so aberwitzig an, dass sie an alte Slapstickfilme erinnern. Denn damals basierte der Jazz noch nicht auf einer Infrastruktur, wie man sie heute kennt. Doch was ist dran an diesen Legenden? Steht die Wiege des Jazz tatsächlich in New Orleans? Hat die Original Dixieland Jass Band die erste Jazzplatte aufgenommen? Wie kam der Jazz nach Deutschland? Wie ist die Improvisation entstanden und was hatte der Jazz mit der Mafia gemein? Diese und andere Fragen beleuchtet der Vortrag zum aktuellen vhs.thema im Carolinensaal.

 

Wolf Kampmann studierte Bibliothekswissenschaft und war zunächst an der Akademie der Künste der DDR tätig, bevor er sich 1990 als freier Journalist auf Musik spezialisierte. Er arbeitet für namhafte Medien wie die Süddeutsche Zeitung, Jazzthing und Deutschlandradio, zudem ist er Lehrbeauftragter für Jazzgeschichte am Jazz-Institut Berlin. Als Autor des „Reclams Jazz-Lexikon“ und von „Jazz. Eine Geschichte von 1900 bis übermorgen“ gilt er als einer der profundesten Kenner der Szene. Er beschäftigt sich aber auch mit anderen Musikformen von Rock bis Schlager, von Klassik bis jiddischer Musik. 2015 erhielt er den Preis für deutschen Jazz-Journalismus.

 

Auf einen Blick: Der VHS-Vortrag „Jazz und Freiheit: Die wilden Zwanziger im Takt der Moderne“ mit Wolf Kampmann findet am Mittwoch, 22. April 2026, um 18.30 Uhr im Carolinensaal, Buchsweilerstraße 15, statt. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten (Telefon: 06331/213647; E-Mail: volkshochschule@pirmasens.de).