Aufnahme Song für Pirmasens mit großem Publikum

Selbstständig und ohne „Elterntaxi“: Aktion für
sicheren Schulweg

Im Mittelpunkt der bundesweiten Aktion stehen die Themen Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz auf dem Schulweg. Erklärtes Ziel ist es, dass möglichst viele Kinder zu Fuß, mit dem Rad, Tretroller oder Omnibus zur Schule kommen.

 

Projektstart für die Grundschule Sommerwald ist am 23. März 2026, die Grundschulen Husterhöhe und Gersbach/Winzeln/Windsberg starten jeweils nach den Osterferien am 13. April 2026. Innerhalb von sechs Wochen stellen sich 380 Mädchen und Jungen der Herausforderung, mindestens 20 Mal auf das „Elterntaxi“ zu verzichten.

 

Als Anerkennung winkt den Kindern aus insgesamt 22 Klassen der drei beteiligten Schulen eine Urkunde. Doch der eigentliche Lohn ist eine tägliche Bewegungseinheit noch vor Unterrichtsbeginn – und der Stolz, den Weg zur Schule selbst zurückgelegt zu haben.

 

Hintergrund: Es ist gut gemeint, aber gefährlich: Sein Kind in die Schule zu fahren, birgt mehr Gefahren, als es selbst gehen zu lassen. Vor der Schule entstehen durch den erhöhten Verkehr oftmals unkalkulierbare Sicherheitsrisiken für die Kinder, die sich dort aufhalten oder ein- und aussteigen.

 

Ein weiterer Aspekt: Durch regelmäßige Hol- und Bringdienste geht die selbstständige Mobilität von Schulkindern immer mehr verloren. Nur durch aktive Teilnahme am Straßenverkehr und das Vorbild der Eltern lernen Mädchen und Jungen sicheres Verhalten. Deshalb empfehlen die Experten des ADAC Pfalz und der Verkehrswacht Pirmasens, den Schulweg grundsätzlich zu Fuß zu gehen.

 

Wohnen die Kinder zu weit entfernt von der Schule und sind deshalb auf das „Elterntaxi“ angewiesen, sollten die betreffenden Eltern zumindest nicht direkt vor der Schule halten. Andernfalls entstehen dort gefährliche Situationen für alle Kinder, wenn es zu unübersichtlichen Halte- und Wendemanövern kommt. Besser ist es, die Mädchen und Jungen in 200 bis 300 Meter Entfernung vom Schultor abzusetzen. Sie können dann den restlichen Weg zu Fuß zurücklegen, eventuell gemeinsam mit Klassenkameraden, die sie dort treffen. Zusätzliche Straßenüberquerungen können vermieden werden, wenn die Straßenseite angesteuert wird, an der Schule liegt.

 

Ideal sind speziell ausgewiesene Hol- und Bringzonen, wie sie beispielsweise die Stadt Pirmasens bereits im Jahr 2016 an den Grundschulen in Gersbach und Winzeln eingerichtet hat – mit finanzieller und fachlicher Unterstützung des ADAC Pfalz. Hier können Eltern ihre Kinder absetzen und wieder einladen, ohne selbst ein Verkehrsrisiko im Umfeld der Schule darzustellen. Für die Kinder bietet der „Mini-Schulweg“ immerhin ein kleines Stückchen Freiheit und die Möglichkeit, sich selbstständig im Straßenverkehr zu bewegen.