Aufnahme Song für Pirmasens mit großem Publikum

Pikopark Kaffeetreppe: Schalltomographie für
Silberlinden-Gruppe

Die historische Verbindung vom Wedebrunnen zur Hauptstraße (heute Fußgängerzone) wird in zwei Bauabschnitten aufwändig umgestaltet. Ziel ist eine barrierearme Erschließung des topographisch anspruchsvollen Areals und die Schaffung eines Bürgerparks.

 

Geprägt wird das Areal von fünf Silberlinden, die rund 145 Jahre alt sind. Die Baumgruppe gilt als geschützter Landschaftsbestandteil. Zum Erhalt der Wurzeln wird der Serpentinenweg in diesem Abschnitt nicht gepflastert, sondern durch einen Steg ersetzt.

 

Bei einer Routineuntersuchung haben die städtischen Baumkontrolleure jetzt festgestellt, dass eine der Silberlinden von einem Brandkrustenpilz befallen ist. Er verursacht Fäule an der Wurzel oder am Stamm. Der Schadpilz ist weit verbreitet, tritt häufig bei Linden und Buchen auf und beeinträchtigt die Standsicherheit. Da der Schaden häufig irreversibel ist, müssen die Bäume meist gefällt werden.

 

Zur Einschätzung der Standsicherheit der betroffenen Silberlinde und möglichen Schutzmaßnahmen für die bedeutsame Baumgruppe hat das zuständige Garten- und Friedhofsamt ad hoc eingehende Untersuchungen eingeleitet. In einem ersten Schritt werden die fünf Bäume mittels Schalltomographie unter die Lupe genommen. Die innovative Technik wird von der Stadt Pirmasens erstmalig angewendet und von einem externen Sachverständigenbüro durchgeführt. Bei dem speziellen Verfahren werden Sensoren rund um den Stamm befestigt und mit einer Software verbunden. Aus den Schall-Laufzeiten wird ein Querschnittsbild errechnet, das den inneren Zustand des Baumes sichtbar macht – etwa verdeckte Fäule, unsichtbare Höhlungen und Risse. 


Hintergrund: Aktuell wird der bestehende Grünzug entlang der Kaffeetreppe in zwei Bauabschnitten neugestaltet. Die historische Verbindung vom Wedebrunnen zur Hauptstraße (heute Fußgängerzone) ist ein wichtiger Teil der touristischen Achse zwischen Forum Alte Post, Rheinberger, Strecktalpark und dem Schloßplatz. Im Zuge der Arbeiten wird das topographisch anspruchsvolle Gelände barrierearm erschlossen und durch die Schaffung eines Bürgergartens zusätzlich aufgewertet. Pirmasens investiert – mit großzügiger finanzieller Unterstützung von Bund und Land – rund 600 000 Euro in das Projekt zur nachhaltigen Stadtentwicklung.

 

Die Planung des federführenden Garten- und Friedhofsamtes sieht – als Ergänzung zur vorhandenen Treppenanlage – den Bau eines stufenfrei gepflasterten Serpentinenwegs vor. Dieser kommt insbesondere Familien mit Kinderwagen und Personen zu Gute, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Zur Anlage des Weges, der ein Gefälle zwischen sechs und acht Prozent aufweist, sind umfangreiche Erdarbeiten notwendig. Das Areal wird von fünf Silberlinden geprägt, die rund 145 Jahre alt sind. Die Baumgruppe gilt als geschützter Landschaftsbestandteil. Zum Erhalt der Wurzeln darf hier nur oberflächig eingegriffen werden. In diesem Abschnitt wird der Weg nicht gepflastert, sondern durch einen Steg ersetzt.

 

Innerhalb des Pikoparks wird ein Gemeinschaftsgarten entstehen, an dessen Gestaltung sich die Bürger aktiv beteiligen können. Wissenschaftlich begleitet und unterstützt wird das Vorhaben von der Humboldt-Universität Berlin im Rahmen einer Projektstudie.