Biergarten Strecktal mit Blick auf See 

Landesgartenschau der Zukunft: Erstzugriffsrecht für Pirmasens

Das Verfahren über die Vergabe der Landesgartenschau (LGS) 2032 wird ausgesetzt. Darüber hat die Landesregierung die Verwaltungsspitze in Kenntnis gesetzt. Pirmasens hat sich um die Ausrichtung der Großveranstaltung beworben. Die entsprechenden Unterlagen wurden am 14. März 2025 an das federführende Wirtschaftsministerium übergeben.

 

Das Konzept für die Landesgartenschauen in Rheinland-Pfalz soll nach Angaben aus Mainz überarbeitet werden. Ziel sei es, „das Konzept grundlegend zu modernisieren, zu verschlanken und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen“. Das Land habe der Stadt Pirmasens keine für die Durchführung einer Landesgartenschau notwendige dauerhafte finanzielle Leistungsfähigkeit bescheinigen können.

 

Die Stadtverwaltung bedauert die Entscheidung, zeigt aber Verständnis für den anvisierten Weg. Pirmasens wird sich mit seiner Expertise bei dem geplanten „Gipfel zur Landesgartenschau der Zukunft“ einbringen und den von der Landesregierung angestrebten Prozess unterstützen.

 

Pirmasens hat mit einem engagierten Team innerhalb der Verwaltung und im engen Schulterschluss mit der Stadtgesellschaft und den politischen Gremien ein – nach den ursprünglichen Vorgaben – schlüssiges wie tragfähiges Konzept entwickelt. Zentraler Bestandteil der integrierten Entwicklungsstrategie ist die Vision einer Achse unter dem Leitmotiv „Dem Pfälzerwald ganz nah“. Das grüne Band soll vom Herzen der Innenstadt über den Alten Friedhof und das Rauschenbrunner-Tal zum Freizeitgelände Eisweiher führen.

 

Auf Grundlage der neuen Kriterien zur Durchführung der Landesgartenschau, wird Pirmasens sein Konzept erneut einreichen. Die Stadt blickt mit großer Zuversicht auf den ausstehenden Kabinettsbeschluss der Landesregierung, der Pirmasens das Erstzugriffsrecht bei der Ausrichtung der nächsten Landesgartenschau zusichert.

 

Pirmasens wird Einzelprojekte aus dem Konzept auch ohne abschließenden Zuschlag zur LGS umsetzen. Die Stadt begrüßt deshalb den Vorschlag der Landesregierung zu erörtern, wie Einzelprojekte aus der vorliegenden Machbarkeitsstudie über bestehende Fördermittel des Landes Rheinland-Pfalz realisiert werden können. Ähnlich war die Stadt bereits bei den abgelehnten Bewerbungen in den Jahren 2000 und 2008 vorgegangen. In deren Nachgang wurde u.a. erfolgreich der Strecktalpark sowie die Ost-West-Achse vom Hauptbahnhof zur Messe entwickelt.

 

Pirmasens erhofft sich von der Ausrichtung einer LGS die bereits begonnenen strukturelle wie nachhaltige Entwicklung zu beschleunigen und einen Mehrwert zu schaffen – für Einheimische wie Gäste. Dabei stehen dauerhafte Impulse im Vordergrund – etwa in den Bereichen Tourismus, Wirtschaft, Soziales, Mobilität, Stadtentwicklung, Landschaftspflege und Klimaschutz. Jeder Euro und jeder gepflanzte Baum zahlt sich mehrfach aus - für das Klima, die Menschen und unsere Heimatstadt. Eine Landesgartenschau ist keine Momentaufnahme, sie ist eine wichtige Investition in die Zukunft von Pirmasens.