Aufnahme Song für Pirmasens mit großem Publikum

Kinohit als Theaterstück: Inklusion-Komödie
„Die Goldfische“

Die Tragikomödie war 2019 das Leinwanddebüt des 1986 in Teheran geborenen Autors und Regisseurs Alireza Golafshan. Mit Tom Schilling und Jella Haase in den Hauptrollen wurde der Film zum Publikumsrenner. Nun haben die Hamburger Kammerspiele in Kooperation mit der Comödie Dresden den Leinwanderfolg für die Theaterbühne adaptiert.

 

Banker Oliver ist Karrieremensch durch und durch. Er lebt auf der Überholspur – bis ihn ein schwerer Verkehrsunfall unerwartet ausbremst. Diagnose: Querschnittslähmung. Vom Masserati in den Rollstuhl. Plötzlich findet er sich in der Reha wieder und landet in einer Wohngruppe, die sich selbst „Die Goldfische“ nennt. Hier lernt er die blinde Magda, den zurückhaltende Michi, den autistischen Rainman und Franzi kennen, die das Leben mit Glitzer und Glamour feiert. Als Oliver erfährt, dass sein Schwarzgeld in der Schweiz auf ihn wartet, kommt ihm eine waghalsige Idee. Ein Gruppenausflug über die Grenzen – getarnt als Therapie-Maßnahme – scheint die perfekte Tarnung für seinen Coup zu sein. Wer würde schon einen Bus voller Menschen mit Behinderung kontrollieren? Doch seine neuen Mitbewohner haben mit dem Geld ganz eigene Pläne. Was als cleverer Schmuggel beginnt, entwickelt sich zu einer rasanten Reise voller überraschender Wendungen, absurdem Witz und jeder Menge Situationskomik.

 

Für die Bühnenfassung konnte erneut Luisa Wöllisch gewonnen werden. Die Schauspielerin mit Down Syndrom verkörpert – wie bereits in der Filmvorlage – die Rolle der Franzi. Sein Theater-Debüt feiert zudem der Schauspieler, Kampfsportler und Autor Benjamin Piwko. Der 45-jähriger Hamburger ist einem breiten Publikum durch seine Teilnahme

 

Mit Tempo, Humor und einer gehörigen Portion Unkorrektheit wurde „Die Goldfische“ zum Kinoerfolg und erhielt das Prädikat „besonders wertvoll“. Die Komödie bricht Klischees auf und zeigt auf berührende wie humorvolle Weise, dass Normalität oft nur eine Frage der Perspektive ist. Das Schauspiel-Ensemble wurde für seine beeindruckende Arbeit mit dem Publikumspreis der Privattheatertage 2023 ausgezeichnet. Ihre Performance beweist, dass Inklusion auf der Bühne nicht nur möglich ist, sondern eine Bereicherung ist. Mit authentischem Spiel und spürbarer Leidenschaft setzen sie ein starkes Zeichen für Vielfalt und Chancengleichheit in der Theater- und Filmwelt.

 

„Regisseur Christian Kühn inszeniert mit großem Herzen und wunderbarem Gespür für das richtige Maß von Komik, Action und Wahrhaftigkeit mit leichter Hand ein grandioses Zusammenspiel außergewöhnlicher Darsteller. Der Abend endet mit Standing Ovation des restlos begeisterten Publikums, nicht weil einige Schauspielerinnen und Schauspieler im echten Leben mit Behinderungen leben und arbeiten, sondern weil das Ensemble überzeugt und verzaubert. Das Stück ist wild, laut und voller Situationskomik. Es ist aber auch nachdenklich, anrührend und paradox wie das Leben. Es macht etwas mit uns, das nur lebendiges Theater kann: Es ergreift das Herz, schärft den Verstand, macht glücklich und gibt uns Energie für den Alltag“, schrieben die Dresdner Neuesten Nachrichten über die Premiere.

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Auf einen Blick: Am Donnerstag, 5. März 2026, steht die Inklusionskomödie „Die Goldfische“ auf dem Spielplan der Pirmasenser Festhalle. Die Vorstellung beginnt um 18 Uhr, die Abendkasse öffnet um 17 Uhr. Eintrittskarten (inklusive Garderobengebühr) zum Preis zwischen 13 und 25 Euro, ermäßigt zwischen 6,50 und 12,50 Euro, gibt es im Vorverkauf beim Kulturamt im Forum Alte Post (Telefon: 06331/2392716; E-Mail: kartenverkauf@pirmasens.de) oder im Internet unter www.pirmasens.de/kultur