Grafik mit bunten Händen von Jugendhilfeausschuss
© Stadt Pirmasens / Julia Scheick

Demokratie Leben!

"Antisemitismus im Alltag!"

Antisemitismus im Alltag

"Antisemitismus im Alltag!"

Antisemitische Vorurteile und stereotype Vorstellungen treten im schulischen Alltag in unterschiedlichen Formen auf. Dazu gehören beispielsweise abwertende Äußerungen, antisemitische Witze, die Verharmlosung des Holocaust oder die Ausgrenzung von Schülerinnen und Schülern aufgrund ihrer jüdischen Identität. Solche Erfahrungen werden nicht immer als Antisemitismus erkannt oder ernst genommen. Teilweise fehlen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften die notwendigen Kenntnisse und die Handlungssicherheit, um antisemitische Äußerungen einzuordnen, anzusprechen und ihnen angemessen entgegenzutreten. Betroffene fühlen sich allein gelassen und diskriminierende Verhaltensweisen im schulischen Umfeld können als normal angesehen werden.

Im Rahmen des Projekts findet eine Lesung aus dem Buch „Ich bin Jude – Euer Antisemitismus ist mein Alltag“ von Reiner Engelmann, mit anschließender moderierter Diskussionsrunde statt. Es wird ein geschützter Raum geschaffen, in dem jüdische Perspektiven sichtbar werden, antisemitische Denkmuster reflektiert und konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Schulalltag vermittelt werden. Die persönliche beziehungsweise biografische Perspektive des Buches ermöglicht einen niedrigschwelligen Zugang zu einem häufig abstrakt behandelten Thema und macht die Auswirkungen von Antisemitismus im Alltag nachvollziehbarer.

Ziel ist es, Antisemitismus im schulischen Alltag sichtbar zu machen, Vorurteile zu hinterfragen und die Teilnehmenden zu einem respektvollen, demokratischen und diskriminierungssensiblen Umgang miteinander zu befähigen. Die Teilnehmenden werden darin unterstützt, demokratiefeindliche Inhalte – auch in sozialen Medien – kritisch zu erkennen und nicht weiterzuverbreiten.