Rizzi-Fassade / Rupprechtstraße
Neuffer am Park




Die Stadt Pirmasens, einst blühende Schuhmetropole des Südwestens mit 63.000 Einwohnern und einem pulsierenden Messezentrum; heute Mittelzentrum im strukturellen, sozioökonomischen Umbruch mit 41.000 Einwohnern und finanziellen Herausforderungen, nimmt ihr Schicksal in die Hand.

Seit Ende der 80er Jahre veränderte sich Vieles in Pirmasens: Die produzierende Schuhindustrie und die US-Streitkräfte – als Hauptarbeitgeber – kehrten der Stadt den Rücken, junge Menschen zog es in die fernen Metropolen. Kaufkraftabflüsse, eine überalternde Gesellschaft, Leerstände und eine hohe Arbeitslosenquote waren die Folge und ein Ende war nicht in Sicht. Die Randlage im Pfälzerwald, im Grenzland zu Frankreich, machte die prekäre Ausgangslage nicht einfacher, es herrschte Untergangsstimmung.

Doch seit der Jahrtausendwende beginnt die Stadt sich zu erholen und wieder aufzublühen: Aus Leerständen werden Multifunktionsgebäude, hochwertige Lofts oder Technologiezentren. Firmen beginnen damit, aus ihrem einstigen Know-How der Schuhfabrikation, Nischenprodukte zu entwickeln und sich zu diversifizieren. In Pirmasens entwickelte Spezialkompetenzen werden ausgebildet und transferiert, mittelständische Betriebe aus Pirmasens spielen als „Hidden Champions“ auf internationalem Parkett eine immer bedeutendere Rolle. Die globalen Verflechtungen der Unternehmen nehmen zu; neue, granulare Investments finden wieder den Weg in die Stadt, Arbeitsplätze entstehen, Menschen zieht es wieder nach Pirmasens und der „Turn-Around“ zeichnet sich ab.

Einen wesentlichen Beitrag für diese Entwicklung leisten dabei die Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft am Standort Pirmasens und in der Westpfalz:

Leerstände werden von Kreativschaffenden temporär bespielt und im Anschluss nachhaltig genutzt, die Vielfalt der Events und innovativen Projekte nimmt zu, die Infrastruktur – insbesondere im IT-Bereich – wird verbessert, Kooperationen zwischen Unternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft und Betrieben der klassischen Wirtschaft verstärken sich und generieren einzigartige Ergebnisse.

Zahlreiche Locations unterschiedlichster Größe bieten ein abwechslungsreiches, kulturell ansprechendes Programm an.  Kurzum: Aufbruchstimmung und Urbanität entstehen!

Aktuell finden der PS:KREATIV Stammtisch einmal im Monat (gewöhnlich jeden 3. Dienstag im Monat) statt.

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