Blick auf das Rathaus am Exerzierplatz

Welche Regeln gelten aktuell in Pirmasens beim Friseurbesuch?

Trotz sinkender Infektionszahlen liegt die Stadt Pirmasens nach wie vor über der Marke von 100 Fällen pro 100 000 Einwohner bezogen auf die vergangenen sieben Tage. Dies hat zur Folge, dass zunächst die Regeln aus der sogenannten Bundesnotbremse gelten und damit Vorrang vor den landesspezifischen Regelungen haben, die in der Corona-Bekämpfungsverordnung (19. Fassung) haben.

 

Dienstleistungen des Friseurhandwerks sind laut Bundesinfektionsschutzgesetz ausdrücklich zulässig. Bei der Inanspruchnahme von diesen ist, sofern es die Art der Dienstleistung erlaubt, von allen Beteiligten durchgehend eine FFP2-Maske (oder eine Maske eines vergleichbaren Standards) zu tragen. „Ein einfacher medizinischer Mundschutz, also sogenannte OP-Masken, sind nicht ausreichend“, erläutert Steffen Schmitt, Leiter des Ordnungsamtes, die wichtige Neuerung. Ebenfalls nicht erlaubt bei einem Friseurbesuch seien Alltagsmasken, so Schmitt. Zulässig hingegen ist das Abnehmen der Maske beispielsweise bei der Bartpflege durch den Kunden. Hingegen hat der Friseur die Maske durchgängig zu tragen. „Ob solche Dienstleistungen wie die Bartpflege allerdings auch tatsächlich angeboten werden, liegt in der Entscheidungskraft der jeweiligen Betriebe“, sagt Schmitt. Grundsätzlich gelten nach wie vor die Hygieneregeln sowie die Pflicht zur Erfassung der Kundendaten.

 

Kunden sind vor dem Friseurbesuch dazu verpflichtet einen negativen Test vorzulegen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Bei den Tests muss es sich um einen anerkannten und zugelassenen Test handeln. Zulässig sind demnach PCR-Test sowie PoC-Antigen-Tests. Hierbei gilt auch weiterhin die bisherige landesrechtliche Regelung. Eine Ausnahme gilt für Menschen, die bereits zweifach immunisiert sind und deren zweite Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt. Diese können sich unter Vorlage des Impfpasses mit dem Nachweis der vollständigen Impfung den Friseurtermin wahrnehmen. Ein weiterer Test ist in diesem Falle nicht notwendig.

 

Entweder suchen die Kunden im Vorfeld des Friseurbesuchs eines der Testzentren auf, in dem die Antigen-Schnelltest durch geschultes Personal durchgeführt werden (www.pirmasens.de/coronatest) oder führen alternativ in Anwesenheit des Salon-Betreibers beziehungsweise eines hierzu beauftragten Mitarbeiters einen Selbsttest (PoC-Laien-Test zur Eigenanwendung) durch. Das Testergebnis kann dabei auch durch den Salon bescheinigt werden. Die Vorlage für dieses Formular finden Betreiber unter www.corona.rlp.de/de/service/rechtsgrundlagen/.

 

Kinder sind weder durch die bundes- noch landesrechtliche Regelung von der Testpflicht ausgenommen. Halten sich Kunden nicht an diese Regelung, können sie die Dienstleistung nicht in Anspruch nehmen.

 

Das Ordnungsamt der Stadt Pirmasens tritt in Dialog mit den Friseursalons und möchte damit die Inhaber für die Neuregelung sensibilisieren. Die Mitarbeiter stehen den Handwerksbetrieben gerne für Rückfragen zur Verfügung. E-Mail: ordnungsamt@pirmasens.de