Blick auf das Rathaus am Exerzierplatz

Awo-Seniorenhaus: Erstimpfung für Bewohner und Mitarbeiter

Das mobile Impf-Team des Deutschen Roten Kreuzes (Kreisverband Südwestpfalz) ist mit neun medizinischen Fachkräften und Rettungssanitätern vor Ort. Dazu kommen drei Ärzte, ein Apotheker sowie eine pharmazeutisch-technische Assistentin des Landesimpfzentrums Pirmasens-Südwestpfalz. Bereits im Vorfeld der konzertierten Aktion hat die Belegschaft um Awo-Einrichtungsleiter Christoph Gerngroß wichtige Vorarbeit geleistet, um schnellstmöglich mit der Immunisierung beginnen zu können. Neben der umfangreichen Dokumentation wurde eine eigene „Impfstraße“ am Berliner Ring 90 eingerichtet – mit den Stationen Aufklärung, Impfung und Nachversorgung. „Die Chance diesem Albtraum für unsere Bewohner und Beschäftigten ein Stück weit ein Ende setzen zu können, ist uns dieser Kraftakt absolut wert“, sagt Christoph Gerngroß.

 

Zum Einsatz kommt das mRNA-Vakzin der Firmen Biontech/Pfizer. Es ist vorgesehen, dass der Impfstoff an 41 Bewohner und 65 Mitarbeiter verabreicht wird. Vor Ort wird der Impfstoff mit Kochsalzlösung gemischt und auf Spritzen gezogen, damit er injiziert werden kann. Voraussichtlich bis Mitte Februar soll der zweite Pieks erfolgen und so für einen umfassenden Schutz gegen Covid-19 sorgen.

 

Oberbürgermeister Markus Zwick dankt allen Beteiligten: Dem DRK-Südwestpfalz, den Ärzten, Apothekern und medizinischen Fachkräften sowie den Awo-Beschäftigten im Seniorenhaus „Johanna Stein“. Der Verwaltungschef betont, dass die mobilen Teams eine wichtige Ergänzung zum Landesimpfzentrum in der Pirmasenser Messehalle 6C darstellt, das die Stadt Pirmasens und der Landkreis Südwestpfalz gemeinsam betreiben. „Die erfolgreich angelaufenen Schutzimpfungen sind ein wichtiges Zeichen der Hoffnung“, so Zwick weiter. Vulnerable Gruppen seien besonders durch das Corona-Virus gefährdet und in vielfacher Hinsicht von der Pandemie betroffen, vor allem, wenn sie in einer Pflegeeinrichtung leben.

 

 

Hintergrund: In Pirmasens gilt zum Schutz vulnerabler Gruppen weiterhin eine Besuchsbeschränkung in Pflegeheimen und Einrichtungen zur Eingliederungshilfe. Das bedeutet, Bewohner dürfen täglich höchstens einen Besucher für maximal eine Stunde pro Tag empfangen. Außerdem müssen Besucher einen negativen Schnelltest vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Härte- und Sterbefälle sind von dieser Regelung ausgenommen. Eine entsprechende Allgemeinverfügung hatte die Stadt Pirmasens erstmals am 25. Dezember 2020 erlassen und vorläufig bis 31. Januar 2021 verlängert. Nach Infektionsausbrüchen gilt auf Anordnung des Gesundheitsamtes in folgenden Einrichtungen aktuell noch ein Besuchsverbot: Awo-Seniorenhaus „Johanna Stein“ und Wecar-Pflegezentrum Steinstraße. Seit Ausbruch der Pandemie sind in der Stadt Pirmasens 23 Bewohner von Seniorenheimen und stationären Einrichtungen durch bzw. mit Covid-19 gestorben.