Umwelschutz
im Alltag

Mehrweg - für Umwelt und Klima

Umwelttipp des Monats

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Mehrweg- und Einwegflaschen?

Früher war das Pfand ein eindeutiges Merkmal für Mehrweg-Verpackungen, außerdem konnte man nur Mehrweg-Flaschen in Kästen kaufen. Heute ist beides auch für Einweg-Verpackungen möglich. Viele Verbraucher wissen leider nicht, dass nicht alle Pfandflaschen auch tatsächlich neu befüllt werden.

Tatsächlich werden nur Mehrweg-Pfandflaschen wieder befüllt: Glasflaschen bis zu 50-mal - damit sind sie bis zu sieben Jahre im Umlauf - PET-Flaschen bis zu 25-mal.

Das Mehrwegzeichen gibt Orientierung

Die Kennzeichnung der Verpackungen mit bestimmten Labeln helfen, die umweltfreundlicheren Mehrwegflaschen zu erkennen. Viele  Getränkehersteller nutzen die Zeichen auf ihren Etiketten. Das sind z. B. Mineralbrunnen, Brauereien, Fruchtsafthersteller und Hersteller von Erfrischungsgetränken. 

Die Mehrwegflaschen sind dann  gekennzeichnet mit dem „Blauen Engel“ oder dem Logo „Mehrweg – Für die Umwelt“.

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Mehrweg kostet immer Pfand!

Mehrweg-Flaschen sind häufig auch an der Aufschrift: Leihflasche, Pfandflasche, Mehrweg oder Mehrweg-Flasche zu erkennen. Mehrweg-Flaschen gibt es aus Glas und aus dem Kunststoff PET (Polyethylenterephthalat). Leider gibt es immer noch keine gesetzlich vorgeschriebene eindeutige Kennzeichnung für Mehrweg-Getränkeverpackungen.

Mehrwegzeichen

Für Mehrweg-Flaschen wird immer Pfand erhoben - egal, welches Getränk darin abgefüllt ist (bei Bierflaschen sind dies 8 Cent, bei anderen 15 Cent). Das Pfandgeld wird bei der Rückgabe der Flaschen an den Händler erstattet. Die leeren Flaschen werden zum Abfüller zurück gebracht, dort gespült und neu befüllt.


Mehrweg-Flaschen aus der Region: Ein Plus für die Umwelt

Mit Mehrweg-Flaschen, die in der Region abgefüllt wurden, ist man aus Umweltsicht immer auf der sicheren Seite. Egal ob Kunststoff- oder Glasflasche, gegenüber Einwegdosen und -flaschen haben diese Verpackungen deutliche Vorteile: Sie verbrauchen weniger Rohstoffe und Energie und tragen weniger zum Treibhauseffekt bei. Je kürzer die Transportentfernung ist, desto besser ist die Bilanz für die Mehrwegflasche. Wer  Standard-Mehrwegflaschen (z.B. Perlenflasche bei Mineralwasser) kauft, vermeidet zusätzlich Transporte, da die leeren Flaschen zum jeweils nächsten Abfüller transportiert werden.

Achtung: Mehrweg-Kästen enthalten nicht immer auch Mehrweg-Flaschen

Es gibt seit einigen Jahren ein System, das Einweg-Flaschen in Mehrwegkästen vertreibt. Daher sollte man  beim Kauf von Kästen z. B. mit Mineralwasser prüfen, welche Kennzeichen auf den Flaschen sind oder nach der Pfandhöhe für die Flaschen fragen. Nur so kann man sicher wissen, ob man Einweg- oder Mehrweg-Flaschen kauft.

Einweg-Flaschen und -Dosen sind schlecht für's Klima

Einweg-Glasflaschen und Einwegdosen sind aus ökologischer Sicht nicht sinnvoll - daran ändert auch die Pfanderhebung nichts.  Herstellung und Recycling verbrauchen mehr Energie, verursachen mehr Abfall und belasten somit das Klima deutlich mehr als Mehrwegflaschen.

Folgende Hinweise sind auf Einwegpfand-Verpackungen zu finden: Einwegpfand 0,25 €,  Pfandflasche, PET-CYCLE oder das Zeichen der Deutschen Pfandsystem GmbH (DPG). Die meisten Abfüller kennzeichnen Einweg-Verpackungen mit dem DPG-Zeichen und einem EAN-Code (Strichcode).


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Für jedes Getränk muss eine neue Einweg-Verpackung produziert werden!

Getränkeverpackungen ohne Pfand

Es gibt auch Ausnahmen von der Pfandpflicht: Säfte und Nektar ohne Kohlensäure, Milch oder Milchmischgetränke, Wein und Sekt dürfen pfandfrei verkauft werden. Pfandfrei sind auch Getränkekartons oder Schlauchbeutel.  Alle nicht bepfandeten Verpackungen gehören in den gelben Sack oder in den Glascontainer.

Übrigens: EINWEG oder MEHRWEG am Verkaufsregal

Das Verpackungsgesetz schreibt seit dem 1.1.2019 vor, dass der Handel im Geschäft mit deutlich sicht- und lesbaren Informationsschildern darauf hinweisen muss, ob es sich um EINWEG- oder MEHRWEG-Getränkeverpackungen handelt.

 

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