Oberbürgermeister Markus Zwick - Abschlussveranstaltung - Demokratie leben
Demokratie Leben
Demokratie, Freiheit und Rechtstaatlichkeit – auf diesen Werten beruht ein gutes und solidarisches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Überzeugung
Über „Demokratie leben!“

Das Bundesprojekt „Demokratie leben“ wird bis Ende 2024 fortgesetzt. Die Stadt Pirmasens erhält jährlich bis zu
125 000 Euro, um das zivilgesellschaftliche Engagement für Demokratie und Vielfalt zu fördern und sich gegen jede Form von Extremismus zu wenden.

Pirmasens hatte sich beim federführenden Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend um die Fortsetzung des Projektes beworben. In einem Schreiben an die Verwaltungsspitze teilte Bundesministerin Dr. Franziska Giffey nun mit, dass die Siebenhügelstadt für die zweite Förderperiode ausgewählt wurde. Bereits an dem Ende 2014 ausgelaufenen Vorgängerprojekt des Bundes „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ hatte sich Pirmasens mehrfach erfolgreich beteiligt.

„Das ist eine gute Nachricht für Pirmasens“, kommentiert Oberbürgermeister Markus Zwick die Mitteilung aus Berlin. „Ich freue mich sehr, dass wir in den nächsten fünf Jahren wieder dabei sein dürfen“, so der 42-Jährige. Davon würden vor allem Kinder und Jugendliche profitieren, ist er überzeugt. Das Bundesprojekt strahle in die gesamte Stadt aus, betont Zwick. In Pirmasens gebe es viele engagierte und kreative Menschen, die großartige Dinge auf die Beine stellen könnten. „Die Teilnehmer stärken mit ihrer Arbeit das friedliche Miteinander, den Zusammenhalt und treten für eine vielfältige Stadtgesellschaft ein“, lobt der OB.

Pirmasens nimmt seit 2015, dem Start des Projektes, am Bundesprogramm „Demokratie leben!“ teil. An den insgesamt 44 Einzelmaßnahmen – umgesetzt u.a. in Schulen, Kindergärten, Vereinen und dem Jugendforum – beteiligten sich rund 3 000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Allein in den vergangenen drei Jahren hat der Bund die Arbeit mit 280 000 Euro finanziell unterstützt. Zu den Einzelprojekten zählen u.a.:

„In Deutschland angekommen“ (Anschaffung von Büchern und Medien für Flüchtlinge nebst Entwicklung von Flyern in mehreren Landessprachen)

„Gemeinsames Fastenbrechen“ (Einladung zu Begegnung und Austausch in die Anadolu Moschee)

„Kompass“ (Unterstützung bei der Orientierung von jungen Menschen mit Migrationshintergrund)

„Eine kulinarische Reise um die Welt“ (Kochen und Einkaufen für Eltern-Kind-Gruppe)

„Fitnesskurs für Mädchen und Frauen“ (Förderung von Teamgeist, Fairness, Toleranz und Respekt über Sport und Bewegung)

„Bücherkiste“ (Stärkung der Lesekompetenz von Kindern)

„Menschen mit Behinderung akzeptieren und respektieren“ (Behinderungen erkennen und Verständnis für Situation der Betroffenen wecken)

 „Bärmesenser Babykapp“ (Handgestrickte Mützen für Neugeborene)

Stichwort: Die Lokale Partnerschaft der Stadt Pirmasens enthält zwei grundlegende Zielsetzungen: „Pirmasens engagiert sich für Offenheit, Toleranz, Wertschätzung und solidarisches Miteinander im sozialen Bereich, sowie in Religion und Kultur“ und „In Pirmasens entsteht ein Netzwerk, das das Engagement für Demokratie fördert und in dem alle Beteiligten für den Schutz und die Einhaltung demokratischer Grundwerte sensibilisieren und einstehen“. Auch die Zusammenarbeit mit den benachbarten „Partnerschaften für Demokratie“ Südwestpfalz und Zweibrücken wurden deutlich als Ziel formuliert.

Hintergrund: Angriffe auf Demokratie, Freiheit und Rechtstaatlichkeit sowie Ideologien der Ungleichwertigkeit sind dauerhafte Herausforderungen für die gesamte Gesellschaft. Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus, die Herausforderungen durch Islam- bzw. Muslimfeindlichkeit, Antziganismus, Ultranationalismus, Homophobie, gewaltbereiter Salafismus bzw. Dschihadismus, linke Militanz und andere Bereiche zeigen die Vielzahl demokratie- und menschenfeindlicher Phänomene. Um ihnen kraftvoll entgegenzutreten, bedarf es gemeinsamer Anstrengungen von Staat und Zivilgesellschaft. Zahlreiche Initiativen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland setzen sich tagtäglich für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander ein. Bei dieser wichtigen Arbeit unterstützt sie das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es werden besonders Projekte gefördert, die sich in der Demokratieförderung und der Extremismusprävention engagieren. Das Programm setzt auf verschiedenen Ebenen an: Ziel ist es, Projekte sowohl mit kommunalem als auch mit regionalem und überregionalem Schwerpunkt zu fördern.

Weitere Informationen finden Sie unter www.demokratie-leben.de

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