Aufnahme Song für Pirmasens mit großem Publikum

„Wiener Blut“: Ein Operettenschmankerl für Auge und Ohr

Intendant Professor Heinz Hellberg hat seit der Gründung des Ensembles 1996 den Dreiakter bereits zweimal mit großem Erfolg auf die Bühne gebracht. Der inzwischen 77-Jährige Österreicher gilt als Garant für stilsichere Produktionen mit erstklassigen Künstlern, prachtvollen Kostümen der Österreichischen Bundestheater und stilvollen Kulissen. Subtil spielt das Bühnenbild mit Schein und Sein und dem bröckeln der Fassade, das den Verfall der damaligen Gesellschaftsordnung symbolisiert. Die musikalische Gesamtleitung des Abends hat Laszlo Gyüker. Der Ungar ist seit 2018 neuer Gastdirigent an der Wiener Volksoper.

 

Johann Strauß‘ (1825-1899) letzte Operette, die er gemeinsam mit Adolf Müller aus früheren Kompositionen zusammenstelle und die erst nach dem Tod des gefeierten Walzerkönigs in der Donaumetropole uraufgeführt wurde, avancierte dennoch zu einem der populärsten und erfolgreichsten Klassiker des Genres. Mit unsterblichen Melodien wie „Draußt in Hietzing gibt’s a Remasuri“, „Grüß dich Gott, du liebes Nesterl“ und dem titelgebenden Walzer „Wiener Blut“ entfaltet sich der unwiderstehliche Wiener Charme im Dreivierteltakt, bei dem kein Fuß ruhig bleibt. Die Autoren schufen dazu ein vor Witz und Esprit sprühendes Libretto voller Verwicklungen und Intrigen.

 

Der eine hat’s, der andere nicht: das berühmte Wiener Blut. Nachdem die Gräfin und temperamentvolle Wienerin Gabriele ihren braven Biedermann Graf Balduin von Zedlau sitzengelassen hat, mutiert der Gesandte des Kleinstaates Reuß-Greiz-Schleiz zum Don Juan: Er bandelt nicht nur mit der Tänzerin Cagliari, sondern auch mit Pepi Pleininger, der Freundin seines Dieners, an. Als Gabriele eifersüchtig zurückkehrt, hat der Graf alle Hände voll zu tun, seine Liebschaften auseinander- und voreinander geheim zu halten. Als auch noch sein Vorgesetzter, Fürst Ypsheim-Gindelbach, der Premierminister von Reuß-Greiz-Schleiz, auftaucht, ist das Chaos perfekt und ein Liebes-Karussell voller Verwicklungen nimmt seinen Lauf.

 

Auf einen Blick: Die Operettenbühne Wien gastiert am Dienstag, 5. Mai 2022, mit einer Neuinszenierung des Klassikers „Wiener Blut“ in der Pirmasenser Festhalle. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Eintrittskarten (inklusive Garderobengebühr) gibt es zum Preis zwischen 15 und 25 Euro, ermäßigt zwischen 7,50 und 12,50 Euro, im Vorverkauf beim Kulturamt im Rathaus am Exerzierplatz, Telefon: 06331/842352; E-Mail: kartenverkauf@pirmasens.de . In der Festhalle gilt die 2G-Regel sowie Maskenpflicht während der gesamten Veranstaltung. Weitere Informationen und Hygienehinweise unter www.pirmasens.de/kultur .