Aufnahme Song für Pirmasens

Tarifkompromiss verschärft die prekäre Haushaltslage der Stadt

„Der Tarifkompromiss belastet den ohnehin stark defizitären Haushalt zusätzlich und verschärft die prekäre Finanzsituation“, kommentiert Oberbürgermeister Markus Zwick. Das Verhandlungsergebnis stelle Pirmasens vor weitere Herausforderungen, denn als Folge der Corona-Pandemie rechnet der Verwaltungschef aktuell mit Steuerausfällen von rund sieben Millionen Euro. „Das schränkt den ohnehin engen Spielraum für freiwillige Leistungen wie Kultur und Sportförderung sowie wichtige Zukunftsinvestitionen noch weiter ein“, so Zwick. Grundsätzlich sei die Einigung eine gute Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger, denn damit seien weitere Streiks etwa in Kindertagesstätten und im öffentlichen Nahverkehr vom Tisch“, betont der 43-Jährige. Zudem bringe die Laufzeit des Tarifabschlusses Planungssicherheit für die Stadtverwaltung bis Ende 2022.

 

„Das erzielte Ergebnis stellt vor dem Hintergrund der anhaltenden Krise eine wichtige Anerkennung für die Beschäftigten dar“, so der OB. Markus Zwick nennt den Tarifabschluss einen vertretbaren Kompromiss in schwierigen Tagen. Er sei stolz auf die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die für die Allgemeinheit viel leisten und sich in den vergangenen Monaten über das normale Maß hinaus eingebracht hätten. Er sei sich wohl bewusst, dass die Gehälter im öffentlichen Dienst mit der Entlohnung in der freien Wirtschaft Schritt halten müssen. Gleichzeitig mahnt der Rathauschef zu Demut: „Wertschätzung zeigt sich nicht ausschließlich nur durch monetäre Anreize, sondern auch durch einen Arbeitsplatz, der selbst in Krisenzeiten sicher ist“.