Aufnahme Song für Pirmasens

Nikolaus Habjan pfeift sich quer durch die Operngeschichte

Besetzung:

Nikolaus Habjan – Kunstpfeifer, Conférencier

Ines Schüttengruber – Cembalo, Klavier

Nikolai Tunkowitsch – Violine

Marie Spaemann – Violoncello

Helmut Thomas Stippich – Akkordeon, Harmonika


Auf einen Blick:

„Ich pfeife auf die Oper“ ist der Konzertabend mit Kunstpfeifer Nikolaus Habjan und seinen musikalischen Begleitern betitelt, der zum Auftakt der neuen Spielzeit am Samstag, 31. Oktober 2020, in der Pirmasenser Festhalle zu erleben ist. Die Vorstellung beginnt um 19 Uhr. Eintrittskarten (inklusive Garderobengebühr) zum Preis zwischen 15 und 20 Euro, ermäßigt zwischen 7,50 und 12,50 Euro, sind im Vorverkauf beim Kulturamt im Rathaus am Exerzierplatz, Telefon: 06331/842352, E-Mail: kartenverkauf@pirmasens.de erhältlich. Das Kartenkontingent ist begrenzt. Eine Reservierung ist unbedingt erforderlich.


Zur Person: Nikolaus Habjan, Jahrgang 1987, ist ein Multitasker: Sein Publikum begeistert er als Puppenspieler mit gediegenem wienerischem Einschlag regelmäßig auf den Bühnen in ganz Europa. Die Figuren, die er als Puppenspieler erschafft, reichen vom sympathischen Grantler bis hin zum verbohrten Bürokraten - und das stets mit der gebotenen Prise Witz und Ironie. Dieses gewisse Augenzwinkern lebt der gebürtige Grazer, der auch erfolgreich Regie führt (Bayerische Staatsoper, Schauspielhaus Zürich, Volkstheater Wien, Schauspielhaus Graz, Residenztheater München u. v. a.), bei seiner weiteren künstlerischen Identität als Kunstpfeifer in vollen Zügen aus. „Ich pfeife auf die Oper“ lautet das Programm ­- ein Kunstpfeifer, begleitet von einer Hand voll erlesener Musiker, und das Repertoire der großen Opernbühne reichen aus, um die tollkühnsten Arien der Musikgeschichte darzubieten.

Beim Kunstpfeifen handelt es sich übrigens um eine höchst virtuose Kunstform, deren Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen. Eigentlich ein Phänomen der oberen Zehntausend, erlebte es seine goldene Ära zur Zeit der Wiener Schrammeln. Sogar Kronprinz Rudolf fand daran Gefallen. Das ungewöhnliche Genre blieb lange Zeit lebendig, erreichte auch die Varieté- und Kleinkunstbühnen. Die Konzerte der verstorbenen Kunstpfeiferin Baronesse Jeanette Lips von Lipstrill galten als Attraktion, die man gesehen haben musste. Als sie 2005 hochbetagt verstarb, drohte die Kunstgattung hierorts keine Nachfolge mehr zu finden. Vor ihrem Ableben hatte André Heller einen Anlauf unternommen, sich damit vertraut zu machen. Beinah konkurrenzlos nimmt nun Nikolaus Habjan das Staffelholz für eine weitere historische Etappe des Kunstpfeifens in die Hand. In einem Interview wusste der Künstler offenherzig zu berichten, dass bereits bei seinen ersten „Pfeifkonzerten“ das Publikum nach mehr verlangte.


Nikolaus Habjan - als Kunstpfeifer  in einer seiner größten Rollen. Von Mozart bis hin zum Belcanto. Und eines ist gewiss: Der Mann hat Pfiff!