Aufnahme Song für Pirmasens mit großem Publikum

Impfausweise: Woran erkenne ich, ob das Dokument gefälscht ist?

Impfabstände
AstraZeneca-Impfungen erfolgen in einem Abstand von bis zu 12 Wochen, mRNA-Impfstoffe (Biontec, Moderna) werden in einem Abstand von 3 bis 6 Wochen verimpft.

 

Datum der Impfung
Hausärzte impfen erst seit April 2021. Vorherige Stempel von Hausärzten können nur mit einer Tätigkeit des Arztes in einem Impfzentrum zusammenhängen. Stempel von Impfzentren/Impfstellen im Zeitraum September bis Mitte November 2021 sind falsch, weil die Impfzentren/Impfstellen in diesem Zeitraum geschlossen waren.

 

Mindesteinträge
Datum der Impfung, Aufkleber des Impfstoffs mit Chargennummer sowie Stempel und Unterschrift des Arztes bzw. Stempel des Impfzentrums.

 

Inhalt 
Impfpässe, die außer der Corona-Schutzimpfung keine anderen Impf-Einträge enthalten, sind verdächtig. Bemerkenswert ist auch, wenn alle Eintragungen mit der selben Handschrift vorgenommen wurden oder Rechtschreibfehler enthalten. Gleiches gilt, wenn laut Impfnachweis in einem Impfzentrum der gleiche Arzt beide Impfungen vorgenommen haben soll oder wenn das Impfzentrum sehr weit vom Wohnort entfernt ist.

 

Chargenprüfung
Etiketten mit der Aufschrift „Comirnaty“ (Biontech) tragen ein Wasserzeichen und sind an den Ecken abgerundet. Der Impfstoff-Aufkleber von Moderna trägt einen Barcode. Ein Anfangsverdacht besteht auch, wenn alle Chargen-Nummern mit den gleichen Buchstaben/Ziffern beginnen. Die Chargen-Nummern lassen sich über die App „SafeVac“ des Paul-Ehrlich-Instituts prüfen.

 

Digitale Impfnachweise
können über die CovPassCheck-App des Robert-Koch-Instituts geprüft werden.

Strafbarkeit:

Nutzer von gefälschten Impfnachweisen machen sich nach § 279 StGB (Gebrauch unrichtiger Gesundheitszeugnisse) strafbar und werden mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Das Anbringen von gefälschten Aufklebern in Blanko-Impfnachweisen stellt eine Vorbereitungshandlung zur Herstellung eines unrichtigen Impfausweises dar und wird nach § 275 Abs. 1a StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet.

Die Überlassung eines echten Impfnachweises an eine andere Person und die Nutzung eines solchen Impfnachweises durch die andere Person zur Täuschung im Rechtsverkehr wird gemäß § 281 Abs. 1 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Das unbefugte Ausstellen von Impfnachweisen ohne Arzt oder Apotheker zu sein ist nach § 277 StGB strafbar. Das Ausstellen falscher Impfnachweise durch Ärzte und Apotheker stellt § 278 StGB unter Strafe. Beide Straftaten werden mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe geahndet.

Es ist auch strafbar, wissentlich eine unrichtige Schutzimpfung gegen das Corona-Virus zu dokumentieren (§ 74 Abs. 2 IfSG), eine Bescheinigung über einen Impf- oder Testnachweis unrichtig auszustellen (§ 75a Abs. 1 IfSG) oder solche unrichtigen Dokumentationen oder Bescheinigungen zur Täuschung im Rechtsverkehr zu gebrauchen (§ 75a Abs. 2 IfSG). Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe sind die Folge.