Tweets aus Versailles Konzert - Lesung

Aequinox 2022
Veranstaltung

Tweets aus Versailles Konzert - Lesung

Mitwirkende: Solistin: Franziska Troegner, Schauspielerin 

Lautten Compagney Berlin (Sängerin, Pantomime/Tanz, 

Traversflöte, Gambe, 3 Lauten, Cembalo) 

Musikalische Leitung: Wolfgang Katschner 

Eine deutsche Prinzessin am Hofe des Sonnenkönigs Im Jahr 1671 kam eine junge deutsche Prinzessin an den Hof des Sonnenkönigs, Ludwig XIV., um dessen Bruder, den Herzog von Orleans zu heiraten. Elisabeth Charlotte hieß sie, die man als Liselotte von der Pfalz (1652-1722) kennt. Als junge Frau kommt Elisabeth Charlotte an den französischen Hof und lebt bis zu ihrem Tod an diesem glanzvollsten Hof seiner Zeit. Liselotte war eine leidenschaftliche Briefeschreiberin (ca. 60.000 Briefe) den heutigen Nachrichten in den sozialen Netzwerken nicht unähnlich, von denen ca. 6000 erhalten sind. In ihnen plaudert sie, manchmal lästert sie. Sie beschreibt in diesen Tweets das Leben in Versailles, ihren Umgang mit dem Sonnenkönig. Aber auch die Konflikte mit den männlichen Mätressen ihres Ehemanns, den dauerhaften Streit mit der letzten Mätresse des Königs, der Madame de Maintenon. Ihre Briefe handeln von den kuriosen Gebräuchen am Königshof, der schlechten Luft in Paris, den beschwerlichen Reisen. Liselotte beschreibt die Sorgen der Frauen um die Männer in Kriegszeiten, die Angst vor Krankheiten und (mehr noch) vor den Ärzten, beklagt bitter die Zerstörung ihrer Heimat im Pfälzischen Erbfolgekrieg, die in ihrem Namen begangen worden waren. In späten Briefen lesen wir von ihren letzten Jahren mit der Erkenntnis des eigenen Alterns. Die Briefe lassen das Leben, an dem wohl einflussreichsten Hof lebendig werden. Sie sind das Selbstportrait einer lebensklugen, gewitzten und selbstbewussten Frau, die die Welt um sich herum genau beobachtete und wusste, wie sie selbst darin wahrgenommen wurde. Musik war am Hof von Versailles allgegenwärtig. Wie alle Prinzessinnen des 18. Jahrhunderts hat auch Elisabeth Charlotte eine musikalische Ausbildung erhalten und spielte Gitarre. Wichtiger noch: Ihre Ankunft am französischen Hof fällt zusammen mit der Erschaffung der französischen Oper, der Tragédie en musique, durch Jean-Baptiste Lully. Musik von ihm, Marin Marais, Marc Antoine Charpentier u.a. treten in den Dialog mit den gelesenen Texten.

Der Kartenverkauf beginnt ab dem 10.10.2022

Preise: 22,00€, 20,00€, 17,00€, 15,00€, 11,00€

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