Stadtplatzes "Rheinberger-Passage"

Stadtplatz "Rheinberger-Passage" lädt zum Verweilen, Erholen und Experimentieren ein


 

 
 
Pirmasens hat einen neuen attraktiven Stadtplatz, der zum Erholen, Verweilen und Experimentieren einlädt. 
 
Die Fertigstellung des fast 1 200 Quadratmeter großen Geländes ist ein weiterer zentraler Baustein innerhalb des Stadtentwicklungskonzeptes auf der Achse zwischen Hauptbahnhof, Forum Alter Post, dem Rheinberger mit Dynamikum und dem dahinterliegenden Strecktalpark.
 
Durch den Abriss einer leerstehenden Gewerbeimmobilie, die aus den Nachkriegsjahren stammte, eröffnet sich dem Betrachter der Blick auf den revitalisierten und denkmalgeschützten Rheinberger-Komplex mit Dynamikum und Tourist-Info. Für Gäste, die etwa auf dem Weg vom Hauptbahnhof oder der künftigen City-Star-Jugendherberge ins Mitmachmuseum oder den Strecktalpark sind, fällt der bisherige Umweg über die stark frequentierte Kreuzung an der Ecke von Schäfer- und Schachenstraße weg.

Der neue Stadtplatz, der nach einer Idee von Landschaftsarchitekt André Jankwitz, (Leiter des Garten- und Friedhofsamtes), entstanden ist, gliedert sich in drei Teile. In der Mitte der Fläche ist ein mit Rasen angelegter Senkgarten entstanden, der über Stufen erreichbar ist. Zwei zusätzliche Wege rechts und links, die in Granitpflaster ausgeführt wurden, ermöglichen einen barrierefreien Zugang. Als Bypass dient ein Weg aus Pflasterstreifen.

 

Den Mittelpunkt der Anlage bildet eine sechs Meter hohe Doppelhelix (drehbare Spindel). Das orangefarbene Exponat greift bewusst das Dynamikum-Leitmotiv „Bewegung“ auf und lädt zum Experimentieren ein. Zur Begrünung der neuen Sichtachse wurden zwölf Amberbäume gepflanzt, die besonders im Herbst durch ihre herrliche Färbung einen Blickfang darstellen. Weiterhin erfreuen ein Blauglockenbaum und vier immergrüne Lebensbäume die Besucher. Eingerahmt wird der Platz von Eibenhecken. Rosen begrünen die markanten Stützen der Sandsteinmauer. Im kühleren Spätsommer werden die Beete mit Stauden bepflanzt, die Farbtupfer liefern.

Ein spezielles Beleuchtungskonzept setzt – ergänzt durch einen sogenannten Bodennebler – Akzente. Fünf Säulen mit zylinderförmigen Lampen tauchen den Platz am Abend in ein dezentes Licht. Für zusätzliche Effekte sorgen Strahler, die in den Beeten hinter den Sitzmauern installiert wurden und den Charakter der Sandsteinmauern hervorheben. 

Der Stadtplatz liegt in einem Sanierungsgebiet. Sowohl der Rückbau, als auch die Neugestaltung des Areals wurde mit rund 80 Prozent vom Land Rheinland-Pfalz gefördert. Die geschätzten Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 542 000 Euro. Davon entfallen 218 00 Euro auf die Rückbaumaßnahmen und die restlichen 324 500 Euro auf die Landschaftsarbeiten zur Geländemodellierung und Gestaltung des Platzes.

Auf einen Blick:
Rückbaumaßnahmen:                              Mai bis August 2016
Baubeginn Neugestaltung:                      Mitte August 2016
Fertigstellung:                                             August 2017

   
Zur Namensfindung für den im Jahr 2017 eröffneten Stadtplatz wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger beteiligen konnten. Bei der Auswertung der insgesamt 531 eingereichten Vorschläge fiel die Entscheidung, bei der Auswahl durch eine 5 köpfige Jury, letztendlich einstimmig für den Namen "Rheinberger-Passage". Damit wird sowohl die wirtschaftliche Erfolgsgeschichte des traditionsreichen Schuhherstellers gewürdigt, wie auch die soziale Fürsorge gegenüber den Mitarbeitern und das Mäzenatentum der Rheinberger-Familie, das bis in die Gegenwart nachwirkt. 
   
     
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