Renovierung des Bahnhofsgebäudes

Resolution an Deutsche Bahn zur Renovierung  des Bahnhofsgebäudes in Pirmasens (Resolution des Stadtrates vom 29.09.2003)

Nach teilweisem Ankauf der Bahn gehörender Grundstücken hat die Stadt Pirmasens in den Jahren 2001 und 2002 mit einem Investitionsaufwand von 5,1 Mio. € in enger Abstimmung mit der Bahn das Bahnhofsumfeld am Hauptbahnhof in Pirmasens nach den modernen Gesichtspunkten eines attraktiven Knotenpunktes für den öffentlichen und privaten Personenverkehr umgestaltet und so das gesamte Ambiente um den Bahnhof erheblich aufgewertet. 

Auf Kosten der Stadt Pirmasens und des Landes Rheinland-Pfalz wurden Gleisanlagen verändert, Bahnsteige neu gebaut, Parkplätze angelegt, eine attraktive Überdachung und Beleuchtung der Bahnsteige umgesetzt sowie das Vorfeld des Bahnhofes neu gestaltet. 

Die Bahn selbst hat, ohne einen Cent zu investieren, erheblichen Einfluss auf die Standards der Baumaßnahme genommen.

Während der gesamten Baumaßnahme bestand zwischen allen verantwortlichen Vertretern der Bahn (DB Station und Service), Vertretern des Landes und der Stadt Pirmasens Einigkeit darüber, dass im Anschluss an diese Baumaßnahme das Bahnhofsgebäude adäquat renoviert wird.

Mit Unverständnis und großer Verärgerung nimmt der Stadtrat der Stadt Pirmasens Kenntnis davon, dass die Bahn nunmehr beabsichtigt, entgegen ihrer Zusagen, in absehbarer Zeit eine Renovierungsinvestition am Bahnhofsgebäude nicht vorzunehmen. Der Zustand des Gebäudes, in dem in den letzten Jahren keinerlei Renovierungsmaßnahmen mehr durchgeführt wurden, spottet jeder Beschreibung und war schon mehrmals Anlass zu entsprechenden Presseberichterstattungen. Der Kontrast zwischen dem schön gestalteten Bahnhofsumfeld und dem desaströsen Zustand des Bahnhofsgebäudes wirkt für die Fahrgäste wie ein Schock.
Noch im August 2002 hat die Bahn mit anliegendem Schreiben ein Sofortprogramm für schönere Bahnhöfe und Haltepunkte mit einer Aufwertung der Bahnhöfe und Haltepunkte auf der Strecke Kaiserslautern/Pirmasens angekündigt. Darin heißt es u.a. „Wir haben ein Sofortprogramm eingeleitet mit dem wir bis Ende 2004 die Bahnhöfe und Haltepunkte verbessern wollen.“

„Unser Ziel ist es, im ersten Schritt, die Kundenzufriedenheit von 30 uf 50 % zu steigern.“
 „Wir wollen öffentliche Träger davon überzeugen, dass unsere Bahnhöfe ein starker regionaler Identifikationsfaktor ist und sich öffentliche Investitionen lohnen. Ein attraktiver Bahnhof macht die ganze Stadt/Gemeinde, oft eine ganze Region, attraktiver.“

Anliegende Presseerklärung vom 06.08.2002 führt zum Hauptbahnhof Pirmasens Folgendes aus:
  
„Die Renovierung des Hauptbahnhofs Pirmasens durch eine neue Fassadengestaltung, Bau einer öffentlichen behindertengerechten WC-Anlage, eines neuen Wegeleitsystems, eines neuen Wartebereichs mit Integration von gewerblicher Nutzung, lässt die Bahnhofsumgestaltung in Pirmasens mit der Stadt und dem Land zu einer ganzheitlichen Maßnahme im Interesse der Reisenden werden.“

In einer Vielzahl von Gesprächen, zuletzt in Frankfurt mit Frau Kosinsky, hat die Stadt Pirmasens sich in immer größerem Umfang kompromissbereit gezeigt, um die Renovierung des Bahnhofs zu ermöglichen (Beteiligung an Anmietung von Flächen: Mobilitätszentrale; Beteiligung an Kosten für öffentliche Toilettenanlage usw.).

Mit ihrer jetzt von ihrem Pressesprecher verkündeten Entscheidung, mittelfristig nicht in die Renovierung des Bahnhofs Pirmasens zu investieren, wirft die Deutsche Bahn alle bisherigen Absprachen und Vereinbarungen über den Haufen und konterkariert ihre eigenen Presseerklärungen in einer unglaublichen Art und Weise.

Der Stadtrat der Stadt Pirmasens fordert die Deutsche Bahn auf, sich an Absprachen und öffentliche Erklärungen zu halten und kurzfristig die notwendigen Renovierungsmaßnahmen am Bahnhofsgebäude durchzuführen

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