PZ-Ferienakademie: Steinernes Zeugnis europäischer Geschichte 

Es ist die Attraktion gegen Sommerhitze: Die PZ-Ferienakademie macht Station im Westwallmuseum. Am kommenden Freitag, 17. Juli 2020, gehen die Teilnehmer auf Zeitreise im Tunnel der Geschichte. 

 

In einer Nacht- und Nebelaktion wurde 1938 mit dem Bau des Westwalls begonnen. Abgeschirmt von den Blicken der Bewohner von Niedersimten sollten insgesamt 14 Kilometer lange Hohlgänge in den Fels getrieben werden, um ein Festungswerk gegen die Franzosen zu errichten. Das unterirdische Projekt mit dem Namen Gerstfeldhöhe sollte neben Kampf- und Verteidigungsständen auch Munitionsdepots, technische Betriebsräume, ein eigenes Militärlazarett und eine Kaserne für 800 Mann beherbergen. Eine eigene Schmalspurbahn samt unterirdischen Bahnhöfen hätte den Material- und Personentransport innerhalb der Anlage übernehmen sollen.

 

Damals unter strenger Geheimhaltung, stehen die Türen für die Öffentlichkeit inzwischen weit offen. Heute beherbergen die Gänge das Westwallmuseum, das sich als Mahnmal für den Frieden versteht. Gästeführer Michael Gaubatz nimmt die Kinder und Jugendlichen mit auf eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit und erläutert den Teilnehmern die zahlreichen Ausstellungsstücke. Auch im Sommer beträgt die Temperatur im Stollen etwa neun Grad Celsius. Warme Kleidung und festes Schuhwerk werden daher dringend empfohlen.

 

Auf einen Blick: Maximal zehn Kinder (ab zehn Jahren) können am Freitag, 17. Juli 2020, das Westwallmuseum erleben. Beginn ist um 10 Uhr. Dauer: Zwei Stunden. Treffpunkt ist am Eingang zum Museum, In der Litzelbach 2, im Ortsbezirk Niedersimten. Das Angebot ist kostenlos. Eine Anmeldung beim Stadtarchiv ist unbedingt erforderlich. Telefon: 06331/84-2299 oder 84-2832.
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