Deutschlands schönster Wanderweg: „Teufelspfad“ zur Wahl nominiert

Der „Teufelspfad“ ist für den Titel „Deutschlands schönster Wanderweg 2020“ nominiert. Bei der Publikumswahl können Naturfreunde ab 6. Januar ihre Stimme abgeben und attraktive Sachpreise gewinnen.

Die Fachzeitschrift Wandermagazin kürt jedes Jahr die beliebtesten Wege in den zwei Kategorien Routen (Weitwanderwege) und Touren (Halbtages- und Tageswanderungen). Mit dem „Teufelspfad“ und dem „Hauensteiner Schusterpfad“ setzten sich gleich zwei Premiumwanderwege aus der Südwestpfalz aus über 100 eingereichten Bewerbungen bei der Publikumswahl durch. Eine unabhängige Expertenjury wählte je zehn Weitwanderwege und 15 Tages- beziehungsweise Halbtageswanderungen aus. Die beiden Prädikatswanderwege aus der Südwestpfalz konkurrieren in der Kategorie Touren unter anderem mit Bewerbungen aus sieben Bundesländern, darunter Destinationen wie dem Schwarzwald, Allgäu, Chiemgau, Spessart, Taunus oder dem Dresdner Elbland.

„Wir freuen uns sehr über die Nominierung. Das spricht für die hohe Attraktivität des ‘Teufelsfpad‘, dem jüngsten der insgesamt drei zertifizierten Premiumwanderwege unmittelbar vor unserer Haustür“, sagt Rolf Schlicher, Leiter Stadtmarketing, Kultur & Tourismus der Stadt Pirmasens. „Helfen Sie uns, den Titel ‘Deutschlands schönster Wanderweg 2002‘ in die Südwestpfalz zu holen“, fordert Schlicher Naturliebhaber auf, sich bei der Abstimmung zu beteiligen. 

Der 6,2 Kilometer lange Rundweg führt auf dem pittoresken Pfad entlang an Quellen, Bächen, Wasserfällen und Felsformationen. Ein blau-weißes Teufelssymbol bietet Wanderern wie Spaziergängern und Nordic Walkern Orientierung. Ausgangs- und Endpunkt des nach dem Naturdenkmal Teufelsfelsen benannten Weges ist das bewirtete Naturfreundehaus Gersbachtal im Pirmasenser Ortsbezirk Niedersimten. 

Der „Teufelspfad“ war im vergangenen Herbst vom Deutschen Wanderinstitut zertifiziert worden – vorausgegangen waren im Sommer 2017 die  beiden Premiumwanderwege „Felsenwald“ und „Hexenklamm“. Das gut beschilderte Streckennetz besticht mit einer abwechslungsreichen Wegeführung durch die herrliche Natur des Pfälzerwaldes und führt dabei oftmals vorbei an bewirteten Waldhäusern. Als Bindeglied zwischen Westrich und Wasgau gelegen, gilt Pirmasens bei Naturfreunden als attraktives Tor zum Pfälzerwald.

 Nun sind alle Wanderfans aufgerufen, dem „Teufelspfad“ mit ihrer Stimme auf das Siegertreppchen zu verhelfen. Unter allen Teilnehmern werden nach Angaben der Zeitschrift Wandermagazin attraktive Outdoor-Sachpreise verlost. Die Wahlkarten liegen in der Touristinfo im Rheinberger, im Rathaus und dem Bürger-Service-Center am Exerzierplatz aus. Die Karte kann vollständig ausgefüllt – unbedingt einen Fernweg und einen Rundweg ankreuzen, sonst zählt die Stimme nicht – und unfrankiert in der jeweiligen Einrichtung abgegeben werden. Alternativ lässt sich voraussichtlich ab 1. Februar 2020 auch direkt online abstimmen: www.wandermagazin.de/wahlstudio. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2020.

Ab Anfang Juli werden nicht nur die preisgekrönten Wege ermittelt, sondern auch alle Gewinner unter den Teilnehmern. Im September werden die drei Erstplatzierten jeder Kategorie während der Wander- und Trekkingmesse „TourNatur“ in Düsseldorf bekanntgegeben und ausgezeichnet.

Der nominierte Premiumwanderweg im Überblick:
Teufelspfad

Länge: 6,2 Kilometer

Gehzeit: circa zwei Stunden

Schwierigkeitsgrad: mittel

Benannt nach einem seiner Höhepunkte, dem Teufelsfelsen, ist der „Teufelspfad“ ein Weg, der viele abwechslungsreiche Eindrücke bietet. Vom wildromantischen Tal mit Weihern und Bachläufen über bizarre Felsformationen bis hin zu zahlreichen Quellen und Wasserfällen­ darf sich der „Teufelspfad“ mit gutem Recht „Premiumwanderweg“ nennen.

Naturliebhaber entdecken entlang der Strecke die beeindruckende Flora und Fauna des FFH-Gebiets Gersbachtal, die sich in den natürlichen Lebensräumen Wasser, Buntsandsteinfelsen und Wald widerspiegeln. Moose, Farne und Gräser können entdeckt, sowie zahlreiche Felshöhlen bestaunt werden. Vielleicht wohnt hier der Teufel persönlich?

Sowohl im Frühjahr, wenn Blumen und Felder entlang der Route in voller Blüte stehen, als auch im Winter, wenn sich große Eiszapfen und -säulen in den sagenumwobenen Felsen bilden, hat der „Teufelspfad“ seine besonderen Reize.

Wanderer starten den 6,2 Kilometer langen Rundweg idealerweise am Naturfreundehaus Niedersimten in unmittelbarer Nähe des Weihers und folgen den Schildern mit dem blau-weißen Teufelssymbol. Das Gewässer passierend gelangt man nach wenigen Gehminuten und einem kurzen Anstieg zum ersten Highlight der Wanderung: dem Haspelfelsen. Weiter geht es auf einem schmalen Pfad entlang der Felsformation zu einer weiteren Attraktion: dem Hühnerfelsen. Von dort führt die Route in großem Bogen wieder hinab ins Tal. Nach dem Überqueren des Damms zwischen zwei Weihern führt die Tour bergauf bis zum Parkplatz an der Kreisstraße 4. Von dort geht es, teilweise entlang an Feldern, auf ebener Strecke weiter. Nach einer Spitzkehre geht es nun bergab zum Teufelsbrunnen und zum Naturdenkmal Teufelsfelsen. Nach dem Abstieg durch die beeindruckende Felsformation trifft der Weg auf den Weiher mit seiner idyllisch gelegenen Hütte. Die Tour biegt nun nach rechts ab und folgt dem Bachlauf des Gersbach, vorbei am östlichen Ufer eines Weihers, bis zum Ausgangspunkt, dem Naturfreundehaus Niedersimten. Dort angelangt, können Wanderer typische Pfälzer Gerichte genießen. Für die Kleinsten bietet ein großer Spielplatz Gelegenheit zum Toben.


Hintergrund: Infos zu den drei Pirmasenser Premiumwanderwegen „Teufelspfad“, „Hexenklamm“ und „Felsenwald“ mit Streckenführung und Höhenprofil unter www.pirmasens.de/wandern. Weitere Tourenvorschläge für die gesamte Südwestpfalz finden Interessierte im Internet auf den Portalen www.wanderarena.com; www.wandermenue-pfalz.de oder unter www.wanderinstitut.de.
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