Studenten und Menschen mit Betreuungsbedarf unter einem Dach

Die Bauhilfe Pirmasens GmbH stellt sich mit innovativen Wohnprojekten den gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen. Das generationenübergreifenden Quartierskonzept „PS: Patio“ und die „WG Wohnleben Berliner Ring 88“, eine Wohngemeinschaft für Senioren und Menschen mit Handicap, haben Leuchtturm-Charakter. Kommende Woche fällt der offizielle Startschuss für ein weiteres maßgeschneidertes Angebot.

 

Im Fokus stehen Menschen mit leichtem Betreuungsbedarf und Studierende, die in unterstützender Nachbarschaft zusammen wohnen. Die Bauhilfe-Immobilie in der Straße „Am Nordring 14“ bildet den Einstieg in ein gemischtes, inklusives Wohnkonzept. 380 000 Euro investiert das städtische Tochterunternehmen im ersten Abschnitt, um zunächst sechs Zwei-Zimmer-Wohnungen nachhaltig und zeitgemäß zu modernisieren. Die Kaltmiete (ohne Heiz- und Nebenkosten) beläuft sich auf 5,80 Euro pro Quadratmeter.

 

Kooperationspartner des Pilotprojektes sind die Heinrich Kimmle Stiftung, die Stadt Pirmasens und der Landkreis Südwestpfalz.

 

„Mit der fußläufigen Nähe zur Fachhochschule und den Einrichtungen der Heinrich Kimmle Stiftung sowie der günstigen Infrastruktur eignet sich die Immobilie hervorragend für die vorgesehene Verwendung“, ist Ralph Stegner, Geschäftsführer der Bauhilfe Pirmasens GmbH, überzeugt. Das unmittelbar angrenzende Wohnhaus mit der Nummer 12 stelle darüber hinaus eine günstige Erweiterungsmöglichkeit dar, falls sich das Projekt bewährt, so Stegner weiter.

 

„Mit dem Projekt des inklusiven Wohnens am Nordring verfolgen wir das Ziel, Menschen mit Beinträchtigung die aktive gesellschaftliche Teilhabe durch ein gemeindeintegriertes Wohnen zu ermöglichen“, erläutert Marco Dobrani, Vorstand der Heinrich Kimmel Stiftung die Philosophie. Durch das Wohnen im sogenannten inklusiven Setting solle für die begleiteten Menschen ein normales und natürliches Wohnumfeld geschaffen werden. „Dort sollen sie nicht nur wohlfühlen, sondern auch auf- und angenommen“, sagt Dobrani. Die Heinrich Kimmle Stiftung bezieht vor Ort ein Büro. Die Mitarbeiter unterstützen die Mieter mit Betreuungsbedarf bei ihrer individuellen Tagesgestaltung und fördern das gemeinsame Miteinander der Mieter.

 

Je nach Bedarf werden geeignete Hilfsangebot entwickelt. Mit der ehrenamtlichen Einbindung von Studierenden in inklusiven Maßnahmen und Aktivitäten sollen weitere Möglichkeiten der Integration umgesetzt werden. „Dabei bietet sich den Studierenden die Möglichkeit soziale Kompetenzen zu erwerben, die nicht nur für die Persönlichkeitsentwicklung wertvoll sind“, betont Bauhilfe-Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Stilgenbauer. Immer mehr Arbeitgeber würden inzwischen gesteigerten Wert auf entsprechende soziale Qualifikationen legen, gerade bei Berufseinsteigern, so Stilgenbauer weiter. Durch gemeinsame Koch- und Spieleabende oder Besuchen im Kino oder den Heimspielen des FK Pirmasens soll die Hausgemeinschaft gestärkt werden.

 

Die Ämter für Soziales der Stadt Pirmasens und des Landkreises Südwestpfalz sind in Absprache für die Belegung der betreuten Wohneinheiten mit geeigneten Mietern zuständig.

 

www.bauhilfe-pirmasens.de 

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