Tigerente, Schnuddel und Co. halten Einzug im Forum Alte Post

Der kleine Bär, Schnuddel, die schwarz-gelbe Tigerente und Günter Kastenfrosch. Wer kennt sie nicht? Generationen von Kindern – und Eltern – lieben die schönen, humorvollen und oft auch tiefgreifenden Geschichten und Zeichnungen von Horst Eckert - alias Janosch. Bis 14. Januar 2018, gibt es im Pirmasenser Kulturforum Alte Post ein Wiedersehen mit vielen populären Figuren aus seinen Büchern. 

 

Unter dem Titel „Janosch: Abenteuerwelten“ werden insgesamt rund 80 Werke des 86-jährigen Schriftstellers und Illustrators gezeigt, der inzwischen zurückgezogen auf Teneriffa lebt. In der retrospektiv angelegten Schau, die in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Kunst & Kultur Pirmasens e.V. entstanden ist, sind sowohl Unikate als auch klein- und großformatige Radierungen des mehrfach ausgezeichneten Künstlers zu erleben.

 

Die ausgestellten Werke stehen unter dem Leitmotiv „Oh weh, es tobt die See“ und widmen sich einem breitgefächerten Spektrum mit Arbeiten zu Themen wie Zirkus, Phantasiewelt, Wasser, Narziss, Skurril und kindliche Spontaneität – mit Bezug auf den kleinen Bär und den kleinen Tiger – sowie Erotik. Neben den vertrauten, meist fröhlichen und zuversichtlichen Kinderbuchgeschichten gewähren die Leihgaben der Stuttgarter Galerie Art28 Einblick in eine weniger bekannte Seite des Künstlers. Abgesehen von seinen vielen humoristischen Kreationen übt Janosch durch seine Werke auch Kritik an der Gesellschaft und setzt sich etwa mit dem Sinn des Lebens auseinander.

 

Mithilfe der Technik der Radierung setzt Janosch seine bekannten Figuren und Kreationen als eigenständige bildliche Kunstwerke meisterhaft in Szene. Die gewählten Motive sind hierbei inspiriert von bekannten Städten, Fabeln, Märchen und Anekdoten, Religion und anderen Themen. Hierbei vereinen die mit bewusst unbeholfenem Strich gezeichneten Bilder in sich Emotionalität und Sentimentalität mit leiser Ironie und Widerstand gegen Instanzen und Obrigkeiten. Als ein wichtiges Stilmittel fungiert die Sprache, indem Gedanken, Sprüche und Konversationen mit in die Bildkomposition eingebunden werden, etwa in Form einer Sprechblase oder eines Schildes.

 

So vielfältig wie die Arbeiten des Autors, Schriftstellers und Illustrators ist auch das museumspädagogische Begleitprogramm der Ausstellung „Janosch: Abenteuerwelten“, die bis einschließlich 14. Januar 2018 zu erleben ist. Dazu gehören etwa Führungen und Lesungen für Jung und Alt, Bastel-Workshops sowie erstmals je ein Back- und Kochkurs mit Kindern in der hauseigenen Küche des Forum Alte Post in Zusammenarbeit mit dem Hotel-Restaurant Kunz. Das Pirmasenser Walhalla-Kino zeigt außerdem den Janosch-Film „Oh wie schön ist Panama“.                                                                          www.forumaltepost.de



Auf einen Blick: Bis 14. Januar 2018 ist die Ausstellung „Janosch: Abenteuerwelten“ im Forum Alte Post in Pirmasens zu sehen. Die Sonderschau findet in Kooperation mit dem Kunstverein Kunst & Kultur Pirmasens e.V. statt. Im Mittelpunkt steht ein Querschnitt des Schaffens des bekannten Kinderbuchautors und –illustrators Horst Eckert - alias Janosch. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Eintrittspreise: sechs Euro, ermäßigt vier Euro. Die Tickets berechtigen auch zum Besuch der Dauerausstellung „Heinrich Bürkel – Landpartie“ und dem Hugo-Ball-Kabinett. Das Begleitprogramm umfasst öffentliche Führungen und Rundgänge für Einzelbesucher; Familien und Kleingruppen. Darüber hinaus bietet das museumspädagogische Team spezielle Workshops für Kinder und Erwachsene an. Im Museumsshop sind zudem von Janosch signierte Bücher erhältlich. Weitere Informationen zum Begleitprogramm gibt es im Internet unter www.forumaltepost.de oder telefonisch unter der Rufnummer: 06331/2392716

 

 

Zur Person: Horst Eckert, alias Janosch, wurde 1931 in Hindenburg (Oberschlesien), heute Zabrze, in Polen geboren. Seit über sechs Jahrzehnten begeistert er Jung und Alt mit seinen Kinderbüchern und Illustrationen. Zu Janosch bekanntesten Werken zählen Tiger & Bär, Günter Kastenfrosch und die Tigerente sowie Emil Grünbär und seine Bande. Darüber hinaus hat er diverse ernsthafte Theaterstücke und Romane für Erwachsene verfasst. Seit 2013 zeichnet Janosch regelmäßig für das  „Zeitmagazin“, wofür er die neue Figur Wondrak geschaffen hat. Seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. „Janoschs Traumstunde“ und der „Tigerentenclub“ sind erfolgreiche Fernsehproduktionen. Janosch wurde unter anderem mit dem Deutschen Kinder- und Jugendbuchpreis sowie dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

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