Niedersimten: Luftmessung von Stickstoffdioxid startet am 14. Juni

Auf Antrag der Stadtverwaltung beginnt das Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) am kommenden Mittwoch, 14. Juni 2017, mit der Erfassung der Stickstoffdioxid-Konzentration (NO2) im Pirmasenser Ortsbezirk Niedersimten.

 

Dazu wurden von der Behörde mit Sitz in Mainz drei Messpunkte in der Lothringer Straße ausgewählt. Mitarbeiter des LfU haben an den dortigen Masten der Straßenbeleuchtung drei sogenannte Passivsammler aufgehängt, die mit entsprechenden Messröhren bestückt werden. Diese werden alle 14 Tage von einem LfU-Mitarbeiter ausgetauscht und anschließend in deren Immissionslabor auf NO2 analysiert. Die Messungen dienen der Überwachung des NO2-Jahresmittelwertes, der im Bundesimmissionsschutzgesetz zum Schutz der menschlichen Gesundheit festgelegt ist. Das Messprogramm ist auf eine Dauer von zwölf Monaten ausgelegt.

 

Wie das Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz der Stadtverwaltung Pirmasens außerdem mitteilt, soll voraussichtlich ab Januar 2018 auch die Luftbelastung von Feinstaub PM10 (PM10 = Staubpartikel bis zu einem Durchmesser von 10 µm*und kleiner. * Maßeinheit: 1 µm = 1 Millionstel Meter) in Niedersimten erfasst werden. Die Messungen erfolgen an einem noch zu bestimmenden Standort in der Lothringer Straße mit einem sequentiellen Staubsammler. Ermittelt wird der Tagesmittelwert

(24- Stunden Wert). Die Messungen werden auch hier über einen Zeitraum von einem Jahr durchgeführt und dienen der Überwachung der im Bundesimmissionsschutzgesetz festgelegten Grenzwerte (Tagesgrenzwerte, Jahresgrenzwerte) für Feinstaub PM 10.  

 

Hintergrund: Die Stadtverwaltung Pirmasens hatte am 23. November 2016 - im gemeinsamen Interesse mit der Bürgerinitiative Niedersimten (BI) - beim rheinland-pfälzischen Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten einen Antrag auf Messung der Luftbelastung von Feinstaub und Stickstoffdioxid in dem Pirmasenser Ortsbezirk gestellt. Hintergrund waren die von der BI geäußerten Befürchtungen, dass es aufgrund des Durchgangsverkehrs zu einer erhöhten Feinstaubelastung in dem Ortsbezirk komme. Dafür liegen der Verwaltung zwar bisher keine Hinweise vor.

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