Gedenktafel: Maximilianstraße 9


Gedenktafel für Adolf Ludwig

Gewerkschafter, Sozialdemokrat, Widerstandskämpfer gegen Hitler



Abbildung:  MdR Friedrich Wilhelm Wager und Adolf Ludwig (Mitte) beim Pfalztreffen der SPD 1932

(c) Stadtarchiv Ludwigshafen. Mit freundlichen Genehmigung von Dr. Klaus Becker


Adolf Ludwig wurde am 27. Juni 1892 in Pirmasens geboren. Nach der Volks- und Realschule absolvierte er eine Schuhmacherlehre und wurde 1908 Vorsitzender der Sozialistischen Arbeiter-jugend in Pirmasens. 1910 trat er in die SPD und in die Schuhmachergewerkschaft ein. 1915 wurde er für den Kriegsdienst mobilisiert. Wie in seinem im Stadtarchiv Ludwigshafen verwahrten Tagebuch nachzulesen ist, verfolgte er mit Begeisterung im November 1918 den Sturz der Wittelsbacher in München. Seit 1917 bis 1922 Mitglied der USPD  und mit diesem Parteibuch auch zum Beispiel Vorsitzender des Arbeiter-und Soldatenrates in Pirmasens. Er eignete sich Kenntnisse in rechtlichen, wirtschaftlichen und sozialpolitischen Fragen an . So besuchte er 1922 die Akademie der Arbeit in Frankfurt und 1924 das Fircroft College in Birmingham (s. PZ, 17.2.1987, Stadtarchiv). Von 1920 bis 1930 war er Dritter Bürgermeister von Pirmasens. Als der damalige OB Strobel in der Separatistenzeit ebenso ausgewiesen wurde wie sein Stellvertreter Kömmerling (s. Leserbrief Erwin Stein, PZ, 14.3.1987), vertrat Adolf Ludwig die Stadt als Oberbürgermeister, bis auch er "von Separatisten und Franzosen wegen seiner deutschen Gesinnung aus der Pfalz ausgewiesen" wurde (s. PZ, 4.9.1982, Stadtarchiv). 


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(c) Karola Streppel, Arbeitskreis Geschichte der Juden in Pirmasens/Stadtarchiv PS


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