PRESSEMITTEILUNG

Forum Alte Post: Facettenreiche Performance erinnert an Erik Satie

Unter dem Titel „Erinnerungen eines Gedächtnislosen“ erwartet das Publikum im Forum ALTE POST am kommenden Freitag, 13. Mai, eine facettenreiche Performance über das Leben und Wirken des französischen Komponisten Erik Satie. Die Schauspielerin und Chansonette Margit Straßburger erinnert - begleitet vom Pianisten Andreas Florczak - mit einer kabarettistisch-kulinarischen Hommage an den vielseitigen Visionär, der als einer der originellsten Musiker der europäischen Moderne gilt.
 
Mit dem Beruf eines Musikers konnte sich Erik Satie (1866 – 1925) zeitlebens nicht identifizieren. Allen Klassifizierungsversuchen gegenüber reagierte er mit dadaistischem Ulk. Sein Ballett „Parade“ mit dem Bühnenbild und Kostümen von Picasso sorgte für einen handfesten Skandal. Neben seinen zahlreichen Klavierstücken schrieb er auch Texte, fiktive Inserate und bizarre Geschichten zwischen seinen Noten.
 
Als Komponist des frühen 20. Jahrhunderts beeinflusste Erik Satie die Neue Musik ganz wesentlich. Er machte sich offen über die Musiktradition der letzten 200 Jahre lustig, war befreundet mit Cocteau und Debussy, und wurde Anherr der legendären französischen Komponistengruppe, die sich zur „Groupe de Six“ zusammenfand. Der Franzose verband Kirchen- und Cabarett-Musik, hinterließ auch zahlreiche Schriften, Musiktheaterstücke und skurrile Zeichungen, und wird heute als einer der originellsten Musiker der europäischen Moderne anerkannt. In der Hommage „Erinnerungen eines Gedächtnislosen“ erlebt der Zuschauer den lustigen Visionär Erik Satie, der für Chansonetten und Chansoniers komponierte. Er nahm alles auf, was ihn in seiner Zeit bewegte: Schlager, Walzer, den Klang von Varieté und Zirkus.
 
Als er unter den Einfluss des esoterischen Rosenkreuzer-Ordens gerät, schreibt er Ritualstücke ohne Taktstriche. Es entstehen die „Trois Sarabandes“ und die „Trois Gymnopédies“. Dreimal hatte sich Satie vergeblich um einen Sitz an der Akademie der Künste in Paris beworben. Mit dem Gehalt eines Kaffeehauspianisten und als Klavierbegleiter für Chansons schlug er sich durchs Leben. Arcueil, ein Arbeitervorort von Paris wird 1898 sein Wohnsitz. Tagtäglich läuft Satie nun zu Fuß in die französische Hauptstadt und zurück, um zu arbeiten. Einmal in der Woche besuchte er Claude Debussy, um dessen Klaiver zu benutzen.
 
Trotz seiner Nähe zum Dadaismus, den der Pirmasenser Autor und Schriftsteller Hugo Ball mitbegründet hat, und dem sich anbahnenden Surrealismus bewahrte sich Erik Satie – der ohne musikalische Vorbilder war – seine Einzigartigkeit in der Musikwelt.
 
Auf einen Blick: Das Kabarettstück „Erinnerungen eines Gedächtnislosen“ ist am kommenden Freitag, 13. Mai, im Pirmasenser Kulturforum Alte Post zu erleben. Die Vorstellung beginnt um 19 Uhr. Karten (Vorstellung inklusive Essen) zum Preis von 26, ermäßigt 18 Euro, gibt es im Vorverkauf beim Kulturamt im Rathaus am Exerzierplatz unter Telefon: 06331/842352 oder per E-Mail:

Margit Straßburger, Absolventin der Berliner Schauspielschule „Ernst Busch“, ist mit dem Kabarettstück „Erinnerungen eines Gedächtnislosen“ am 13. Mai im Pirmasenser Kulturforum ALTE POST zu Gast.
Margit Straßburger, Absolventin der Berliner Schauspielschule „Ernst Busch“, ist mit dem Kabarettstück „Erinnerungen eines Gedächtnislosen“ am 13. Mai im Pirmasenser Kulturforum ALTE POST zu Gast.
Weitersagen
Lesezeichen / Empfehlung