Gedenken

Erinnerung an durch das nationalsozialistische Regime

verfolgte Pirmasenser Mitbürger

 

Die Stadt Pirmasens hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schicksale von Menschen, die durch das nationalsozialistische Regime verfolgt und ermordet wurden, in der Erinnerung lebendig zu erhalten. Im Januar 2013 fasste der Stadtrat den Beschluss, dieser sensiblen Frage und der bedeutungsvollen Anforderung an diese Thematik mit der Errichtung einer Gedenkstätte gerecht zu werden.


In Anbetracht der Tatsache, dass mittlerweile eine Generation herangewachsen ist, für die der Nationalsozialismus ganz und gar Geschichte ist, ergibt sich für die Stadt Pirmasens die Intention, mit dem geplanten Projekt eine neue Art der Erinnerungskultur zu gestalten, die insbesondere jüngere Menschen ansprechen soll, sich mit dieser Thematik zu befassen. Es gibt immer weniger Überlebende dieser Zeit, die ihre Erlebnisse schildern und damit an die jüngere Generation weitergeben können. Daher fehlen vielen jungen Menschen mangels  lebensnaher, anschaulicher Erzählungen von Zeitzeugen konkrete Impulse, sich mit den Ereignissen dieser Zeit auseinanderzusetzen.


Umso wichtiger ist es den Verantwortlichen der Stadt Pirmasens, einen besonders ansprechenden Weg zu finden, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus und die Schicksale davon betroffener Menschen aufrecht zu erhalten und Methoden zu entwickeln, wie diese Erinnerung jugendgerecht vermittelt und damit in die Zukunft getragen werden kann. Das Projekt soll außerdem variabel, jederzeit erweiterbar und damit offen für die Zukunft sein. Das Konzept sieht dafür, neben einer zentralen Gedenkstätte, Erinnerungstafeln im Stadtbild vor, die dezentral an die individuellen Schicksale der Opfer erinnern, dort wo sie gelebt und gearbeitet haben.


  

Über einen QR Code auf den Erinnerungstafeln können mit dem Smartphone die recherchierten Schicksale verortet abgerufen werden, immer mit Verknüpfung über die Homepage zur Gedenkstätte oder weiteren Erinnerungstafeln. Durch den Einsatz dieser modernen Medien soll das oben beschriebene Ziel, insbesondere junge Menschen zu erreichen, realisiert werden. Begleitend dazu wird aktuell ein pädagogisches Konzept erarbeitet, das aktiv eine entsprechende Projektarbeit in Schulen fördern soll.


 

 


 

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